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Elisabethschule

Ukrainekrieg: Gibt es endlich ein Ende?

Vorsichtig heitere Stimmung hört man auf der Seite der pro-russischen Kämpfer und der ukrainischen Truppen: Der internationale Frauentag ist gerade zu Ende gegangen. Doch schon einen Tag danach, am 9. März 2015, hört man trotz beschlossener Waffenruhe mehrere Schüsse in der Region von Donezk.

Einheimische inspizieren einen Bus, der am 22. Januar unweit von Donetsk in der Ukraine bei der Explosion einer Granate beschädigt worden war. Mindestens neun Menschen kamen ums Leben.

© Alexander Ermochenko

Marburg/Ukrainie. Ein weiterer Schock durchfährt alle Betroffenen: Medien zu Folge seien angeblich Waffen aus der Schweiz für 91 Millionen Franken (84 994 000 Euro) an die Volksrepubliken von Donezk und Lugansk geschickt worden. Auch die USA zieht in Erwägung, die Ukraine mit den Waffen zu beliefern. Es liegt zwar der Entschluss vor, dass eine Waffenruhe bis zum 21. März andauern soll, doch unter diesen Umständen scheint es nur die Ruhe vor dem Sturm zu sein. Ist es lediglich eine kurze Aussetzung des Krieges?

Wunsch nach friedlicher Selbstbestimmung ohne Diktatur

Hin oder her, egal wer an diesem Zustand des Landes Schuld hat, betroffen ist offensichtlich vor allem und ganz stark nur das einfache Volk, das in der sowohl Ost-, als auch Westukraine schon längst nach einem Frieden sehnt und nicht versteht, warum die Gebrüder einander töten. Und jeden weiteren Tag reißt der Ukrainekrieg immer mehr Familien auseinander.

Schon längst sollte es nicht um die Verteidigung beziehungsweise Wiedereroberung von irgendwelchen umstrittenen Gebieten gehen, sondern um die Freiheit zur friedlichen Selbstbestimmung ohne Diktatur und Gewalt und vor allem um die in der Gesamtukraine leidenden Leute.

Wo ist der Ausweg?

 Nahrungsmittelmängel, stundenlange Stromausfälle, geschlossene Schulen und Kindergärten, stetig steigende Anzahl von Toten und Verletzten. Was brauchen die Politiker noch mehr, die in einem Extremfall nur die Machtverluste hinnehmen würden. Da hilft auch nichts, dass die Politik in Erklärungsnot immer über die Schuld der Anderen spricht. Denn die angebliche Wahrheit kann man in alle Richtungen drehen.

Zur guter Letzt hofft jedermann zwar, dass es noch nicht zu spät sei, den Konflikt und die Gewalt in der Ukraine auf friedlicher Weise zu beenden, jedoch stellt man sich trotzdem entscheidende Fragen: Wo ist der Ausweg aus dieser Misere? Worauf kann man aufbauen, um wieder Frieden im Land zu schaffen? Wann wird endlich die Lösung aus der Konflikt gefunden? Wird es überhaupt dazu kommen?

von Hendrik Kreker, Klasse 8d, Elisabethschule Marburg


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