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Ausbildung bei den Stadtwerken Marburg

Stadtwerke sind mehr als Busfahren und Strom

Sebastian Max-Merkel und David Herklotz haben ihre Ausbildung zum Koch beim Marburger Technologie- und Tagungszentrum (TTZ) gemacht. Hier berichten sie von ihren Erfahrungen.

Sebastian Max-Merkel (links) und David Herklotz bereiten das ­Essen für die Abendveranstaltung frisch vor.

© Foto: Lisa-Martina Klein

Marburg. Die Stadtwerke Marburg sind mehr als nur Busfahren und Strom. Dazu gehört auch das TTZ als großes Veranstaltungszentrum, in dem bis zu 350 Gäste gleichzeitig verköstigt werden können - da kann es schon mal hektisch werden in der Küche.

„Mitbringen sollte man auf jeden Fall Geduld, kreatives Denken, Probierfreudigkeit und den Sinn für Hygiene in der Küche“, sagt David. „Außerdem muss man als Koch belastbar sein. Lange und anstrengende Tage sind in der Gastronomie leider einfach die Regel“, fügt Sebastian hinzu. Er ist seit wenigen Monaten Papa. Dass beim TTZ auf klar geregelte Arbeitszeiten und Freizeit geachtet wird, ist ein Luxus, finden die beiden.

Grundlagen lernen

Das Aufgabenfeld der Köche ist breit gefächert. Vormittags bereiten sie die zwei Tagesgerichte für den „Mittagstisch“ vor. Um 12 Uhr beginnt die Essensausgabe. Ist ein Gericht aus, wird nachgekocht. Nach dem „Mittagstisch“ beginnen die Vorbereitungen für Abendveranstaltungen, sofern welche gebucht sind.

Je nach Veranstaltungsart belegen die Köche die Buffet-Platten, bereiten das mehrgängige Menü vor oder füllen die Behälter für das Catering. Alles ist frisch und selbstgemacht, auch das Kartoffelpüree kommt nicht als Pulver aus der Tüte.

„Diese Grundlagen zu lernen hat mir später sehr geholfen, als ich zeitweise in einem anderen Restaurant gearbeitet habe“, sagt Sebastian. Um eine Liebe zum Essen entwickeln zu können und „sich über schöne Lebensmittel freuen zu können“, wie es Sebastian ausdrückt, erfahren die Azubis auch, woher diese stammen. Mehrere Tage können hinter die Kulissen anderer Betriebe schauen, zum Beispiel in die Metzgerei, die Bäckerei oder denGemüsehändler auf dem Großmarkt.

Anspruchsvolle Ausbildung

Der Berufsschul-Unterricht findet als Blockunterricht in der Käthe-Kollwitz-Schule statt, eine Woche Schule, zwei Wochen Betrieb. Im Theorie-Unterricht stehen Lebensmittelkunde, Hygiene, Qualitätssicherung, Lagerung und Zusammenstellung eines Menüs aus einem „Warenkorb“ auf dem Stundenplan. Das wird im praktischen Teil gleich umgesetzt.

Am Ende der dreijährigen Ausbildung müssen die Lehrlinge zur Abschlussprüfung antreten. Im theoretischen Teil muss aus vorgegebenen Zutaten ein Drei-Gänge-Menü ausgearbeitet werden, das im praktischen Teil dann gekocht wird. „Ich hatte die hohe Temperatur in der Küche nicht mit einberechnet und mein Erdbeer-Tiramisu floss dahin. Bestanden habe ich trotzdem“, denkt Sebastian schmunzelnd an seine Prüfung zurück.

Tomas Schneider, Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg Immobilien GmbH legt zukünftigen Bewerbern vor allem eines ans Herz: „Bewerber müssen uns davon überzeugen, dass sie den Beruf als Koch mit Freude, Begeisterung und Engagement lernen wollen. Eine Liebe fürs Kochen und manuelle Fähigkeiten sollten auf jeden Fall vorhanden sein.“ Für eine halbherzige Ausbildung sei der Beruf zu anspruchsvoll. Momentan denkt er über einen Einstellungstest nach. „Die Bewerber sollten schon eine Gurke von einer Zucchini unterscheiden können“, sagt er. „Den Dreisatz sollte man in der Küche beherrschen“, fügt er hinzu.

Steckbrief

Ausbildung Koch/Köchin beim TTZ

- Dauer: 3 Jahre
- Start: zum 1. September
- Vergütung: 1. Jahr: 715,90 Euro, 2. Jahr: 793,30 Euro, 3. Jahr: 883,58 Euro
- Berufsschule: Blockunterricht an der Käthe-Kollwitz-Schule
- Voraussetzung: Hauptschule, Begeisterung, Lernbereitschaft, Teamfähigkeit, Sorgfalt, Belastbarkeit

von Lisa-Martina Klein


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