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Elisabethschule

Sind Hundehalter glücklicher?

"Hundebesitzer leben glücklicher und gesünder!", wird immer wieder behauptet. Man hört öfter, dass Menschen, die einen Hund halten, glücklicher sind und wesentlich gesünder leben.Aber was verbirgt sich hinter dieser These? Stimmt sie wirklich mit der Realität überein?

Hunde gelten als bester Freund des Menschen - sie brauchen aber auch viel Zeit und Aufmerksamkeit.

© Monique Wüstenhagen

Marburg. Tatsächlich untersuchte Iris Schöberl vom Departement für die Verhaltensbiologie der Universität in Wien wie ein Hund seinen Besitzer beeinflusst. Es wurden 30 Frauen und Männer zwischen 18 und 68 Jahren mit ihren Hunden in verschiedenen, alltäglichen Situationen getestet. Es stellte sich heraus, dass gesellige Menschen verspielte und aktive Hunde vorziehen.

Im Gegensatz dazu ziehen weniger gesellige Menschen eher gemütliche Hunde vor, die nichts dagegen haben, wenn sie mal nicht so lange Spaziergänge machen müssen.Auch zwischen Frauen und Männern gibt es Unterschiede, denn während Frauen ihre Hunde öfter streicheln und mit ihnen reden, sehen Männer ihre Hunde eher als Sportbeschäftigung um sich mehr an der frischen Luft zu bewegen. Aus mehreren Studien geht hervor, dass Hundebesitzer, die mit ihrem Hund regelmäßig spazieren gehen, ein besseres Immunsystem entwickeln.

Ein weiterer Effekt ist, dass besonders das Streicheln des Hundes helfen soll, zu hohen Blutdruck zu senken. Außerdem soll die körperliche Aktivität durch einen Hund chronische Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, Bluthochdruck und chronische Bronchitis bessern. Nicht nur physisch beeinflusst der Hund den Menschen, sondern auch psychisch.

Liebenswerte Eisbrecher

Oft sind Hunde aufgrund ihrer liebenswerten eine Art Eisbrecher. Menschen, die allein leben finden durch ihren Vierbeiner leichter Anschluss zu anderen Menschen und soziale Kontakte. Wenn Hundebesitzer sich treffen, können ihre Hunde spielen - soweit diese sich gut verstehen - und sie selber sich unterhalten. Der Hund macht es vielen Menschen einfacher ins Gespräch zu kommen, der Gegenüber kann sich zuerst nach dem Hund erkundigen, ein unverfänglicher Anlass für ein Gespräch.

Vor allem älteren Menschen kann es ein positives Gefühl geben, gebraucht und geliebt zu werden. Auch kranken oder traurigen Menschen kann es Motivation, ein Trost oder die Gewissheit geben, dass immer jemand für sie da ist. Es hat etwas verbindliches keine Ausrede zu haben, wenn man mal keine Lust hat raus zugehen. Man ja weiß, dass der Hund auf jeden Fall seine Bedürfnisse ausleben muss.

Also ja, wem es möglich ist einen Hund artgerecht zu halten, hat meiner Meinung nach gute Chancen ein gesünderes und glücklicheres Leben zu führen.

von Lea Bromm, 8d, Elisabethschule Marburg


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