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Freie Waldorfschule

Schnell, aber nicht körperbetont

Die Mannschaftssportart ist schnell und konditionsfordernd und erinnert an Hockey. Floorball kommt ursprünglich aus Amerika, dort wurde es 1950 als eine Art Sommersport entwickelt.

Auch in Marburg gibt es einen Floorball-Verein. Vergangenes Jahr wurde dieser Hessenmeister im Kleinfeld. Das Foto zeigt eine Schwedin bei der Frauen-Floorball-WM 2011.

© Ennio Leanza

Marburg. Damals wurde mit einem Plastikschläger und einem Plastikpuck gespielt. Es wurde aber noch nicht in Vereinen gespielt, sondern war nur ein Freizeitsport. 1970 kam der Floorball nach Europa. Dort wurde er vor allem in Schweden gespielt, anfangs nur in Schulen und Freizeitvereinen. Am 21. September 1979 wurde in der schwedischen Kleinstadt Sala der erste Floorballverein gegründet.

Die Gründer waren neun junge Männer im Alter von 16 bis 20 Jahren, der Verein hieß „Sala Innebandyklubbs“, der damalige Vorsitzende war Christer Gustafsson. Der Ball ist innen hohl und hat 26 Löcher. Er wiegt nur 23 Gramm und hat einen Außendurchmesser von 72 Millimeter. Der Ball wird meistens aus zwei weißen Plastikhalbschalen hergestellt, allerdings gibt es auch noch Bälle anderen Farben.

Der Ball, der bei Welt- oder Europameisterschaften benutzt wird, ist gelblich und hat eine besondere Oberflächenstruktur, durch die er aerodynamischer ist als andere. Der Floorballschläger ist zweiteilig und besteht aus einem Schaft und einer Kelle.

Spielerwechsel findet fliegend statt

Die Kelle ist aus einem weicheren Kunststoff, damit sie biegsam ist. Ein Floorballschläger darf nicht länger als 105 Zentimeter sein und maximal 380 Gramm wiegen. Außerdem darf die Krümmung der Kelle nicht über 30 Millimeter sein. Beim Groß- und Kleinfeld wird Floorball mit großen Toren und Torhüter gespielt. Floorball wird mit einer Bande als Spielfeldbegrenzung gespielt.

Es gibt im Floorball drei unterschiedliche Spielarten: das Kleinfeld, das Großfeld und Mixed. Beim Kleinfeld sind drei Feldspieler und ein Torhüter gleichzeitig auf dem Spielfeld – die Feldspieler werden allerdings alle ein bis zwei Minuten komplett fliegend ausgewechselt.

Beim Großfeld stehen fünf Feldspieler und ein Torhüter auf dem Spielfeld. Im Großfeld wird genauso fliegend gewechselt wie beim Kleinfeld.

Spieler dürfen Ball nicht anfassen

Allerdings gibt es beim Großfeld drei Aufstellungen: das Standardsystem 2-1-2, hier ist das Team zwischen Angriff und Verteidigung aufgeteilt und dazwischen ein Center. Dann gibt es noch das 2-2-1 defensive System mit zwei Verteidigern, einem Stürmer auf gleicher Höhe mit dem Center und einem Top Stürmer und das offensive System 1-2-2.

Hierbei ist der Center der hinterste Spieler und löst die Angriffe aus. Davor stehen die zwei Verteidiger und dann kommen die zwei Stürmer. Mixed wird eigentlich nur auf Spaßturnieren gespielt mit vier Feldspielern, aber ohne Torhüter. Deshalb muss immer der Spieler, der gerade hinten steht, das Tor absichern.

Auch hier wird fliegend gewechselt. Beim Floorball gibt es einige Regeln, etwa dass der Schläger nicht höher als Hüfte gehoben werden darf oder der Ball darf nicht absichtlich mit dem Kopf oder dem Arm berührt werden. Die Spieler dürfen nicht hoch springen, um den Ball zu berühren, den Ball nicht mehrmals hintereinander mit dem Fuß berühren.

Seit 1996 gibt Weltmeisterschaften

Floorball ist kein sehr körperbetonter Sport, man darf den Gegner nur Schulter an Schulter wegdrücken. Falls man körperlich zu hart in den Gegner reingeht oder gegen eine Regel verstößt, bekommt man eine Zeitstrafe von zwei, fünf oder zehn Minuten, und im absoluten Ausnahmefall kann man auch eine Spielsperre bekommen. Jedes Floorballspiel wird von zwei Schiedsrichtern gepfiffen, zusammen mit einem Spielsekretariat.

Seit 1996 gibt es eine Floorballweltmeisterschaft, die jährlich ausgetragen wird. In Schweden, Finnland, Tschechien und der Schweiz wird Floorball am meisten gespielt, aber auch in Deutschland. Hier gibt es drei Ligen. Sogar hier in Marburg gibt es einen Floorballverein, die Marburger Elche. Sie spielen Großfeld in der Regionalliga West und Kleinfeld Hessenliga. In der Saison 2013/2014 wurden die Marburger Elche Hessenmeister im Kleinfeld.

von Aaron Georg Konrad Laux, Klasse 9, Freie Waldorfschule Marburg


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