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Posträuber bezahlen mit dem Leben

Vor bald 193 Jahren, im Jahr 1822, ereignete sich im Hinterland, das damals noch zum Großherzogtum Hessen gehörte, eine wahre Geschichte, die jeder im Hinterland kennen sollte: Der Postraub in der Subach.

Mornshausen. Es geschah am 19. Mai 1822, dass acht arme Bauern und Tagelöhner aus Kombach, Wolfgruben und Dexbach eine Postkutsche überfielen, welche wöchentlich von Gladenbach nach Gießen durch die Subach fuhr und die an die sogenannten sieben Wege führte.

Die Räuber erbeuteten 10466 Gulden, das war die damalige Währung. Die ganze Tat war geplant und ist auch heute noch im „Re-Live“ mitzuerleben - in zahlreichen Theaterstücken und sogar in einem Film.

Das Geld konnten die Täter erst nach sechs Anläufen erbeuten. Nachdem sie es geschafft hatten und begannen, das Geld auszugeben, standen sie schnell unter Verdacht. Denn auch ihren Mitmenschen war der Raub zu Ohren gekommen, und so gaben sie ihre Informationen an die Polizei weiter.

Sieben der insgesamt acht Täter wurden gefasst. Der noch übrig Gebliebene floh in die USA und eröffnete dort eine Strumpffabrik. Die anderen sieben wurden 1824 in Gießen zum Tode durch das Schwert verurteilt.

von Maximilian Hof, Klasse 8b, Elisabethschule Marburg

[Peter Gassner]

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