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Elisabethschule Marburg

Pferde unterstützen bei der Hilfe zurück in den Alltag

Menschen in Krisen zu befähigen, ihr Leben in größtmöglicher Selbstverantwortung zu gestalten, ist das Ziel des Seelsorge- und Betreuungssystems des Glaubenshof.

Cyriaxweimar. Der Glaubenshof Cyriaxweimar ist eine Initiative der Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor, der Klinik Hohe Mark innerhalb des deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes Marburg sowie des ERF Medien Wetzlar. Der Hof besitzt 40 Hektar Land und liegt sechs Kilometer südwestlich von Marburg. Die Konzeption geht von der Frage aus: „Wie können wir Menschen helfen, die Lebenskrisen überwinden wollen und sozial­therapeutische Seelsorge brauchen?“

Angeboten werden etwa biblische Seelsorge, Einzelgespräche, sozialtherapeutische Gruppenarbeiten oder individuelle Hilfepläne. Täglich werden über sechs Stunden mit Arbeitstherapie verbracht. Die Arbeitsbereiche umfassen Tierhaltung und Landwirtschaft, Garten und Hauswirtschaft, handwerkliche Arbeiten und einen Computerarbeitsplatz. Dazu gibt es kreative Bereiche, wie das Arbeiten mit verschiedenen Materialien wie Ton und Holz und in verschiedenen Techniken.

Eigenes Therapiepferd

Der Hof besitzt ein eigenes Therapiepferd namens Anka. Auf der Anlage sind ein Stall und zwei Offenställe zu finden, in denen die Einstellpferde untergebracht sind. Der Umgang mit Pferden wird durch das Stallausmisten, Füttern und Führen vom Paddock zur Box erlernt. Auf dem Therapiepferd können die Gäste lernen, ihre Selbstkontrolle wiederzufinden. Es gibt einen geregelten Wochenplan, der von jedem Gast ein­gehalten wird.

Der Glaubenshof bietet momentan Platz für elf Gäste, welche von insgesamt acht Fachkräften betreut werden. Als Hilfsplan wurde ein Drei-Phasen-Plan erstellt: Es gibt die zwei­monatige Einstiegsphase, die Entwicklungsphase und die Wiedereingliederungsphase. Die Betreuungszeit beträgt 6-12 Monate. Es werden Gespräche mit Ärzten, Arbeitgebern, Angehörigen und ehemaligen Gästen als Nachsorge angeboten.

Aufgenommen werden können Personen, die nicht mehr krankenhauspflegebedürftig sind, aber nach behandelten Psychosen, neurotischen Störungen und Belastungs- und Verhaltensstörungen Nachbetreuung benötigen.

Für Schüler und Studenten werden Praktika angeboten.

von Verena Schwitalla und Amelie Steinhaus, Klasse 8a, Elisabethschule Marburg


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