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Elisabethschule

„Niemand will einen kranken Hund haben“

Viele Tieranschaffungen enden im Tierheim. In einem Interview mit der Tierpflegerin Valerie Dollerschell erfahren Schülerinnen der Elisabeth-Schule in Marburg mehr über ihr Schicksal. 
Schülerinnen der Elisabethschule haben im Cappeler Tierheim den Hund Monkey kennengelernt. Foto: privat

Schülerinnen der Elisabethschule haben im Cappeler Tierheim den Hund Monkey kennengelernt.

© privat

Cappel. Schon von Weitem hört man das Hundegebell, mit dem jeder Besucher des Cappler Tierheims begrüßt wird. Wir treffen uns hier mit der seit zwei Jahren fest angestellten Tierpflegerin Valerie Dollerschell.

Schülerinnen: Wie viele Tiere werden hier durchschnittlich im Jahr abgegeben?

Valerie Dollerschell: Durchschnittlich sind das etwa 110 Hunde, 260 Katzen und 250 Kleintiere.

Schülerinnen: Was sind denn die häufigsten Gründe, warum Tiere abgegeben werden?

Dollerschell: Umzug, Trennung oder finanzielle Gründe kommen häufig vor.

Schülerinnen: Ist auch schon mal ein Tier gestorben?

Dollerschell: Ja, wenn sie aufgrund schlimmer Krankheiten zu sehr leiden müssen, schläfern wir sie ein. Auch gab es einmal einen Hund, der verhungert ist, bevor wir ihm helfen konnten.

Schülerinnen: Welches Tier hat es im Moment am schwersten?

Dollerschell: Unsere Hündin Monkey, sie ist schwer krank. Sie hat einen Herzklappenfehler und muss viele Medikamente einnehmen. Monkey ist taub und anstatt zu bellen schreit sie wie ein Affe, daher auch ihr Name. Außerdem ist sie sehr stressanfällig und bekommt schnell Atemprobleme, wenn sie sich aufregt.

Schülerinnen: Verträgt sie sich trotzdem mit anderen Hunden?

Dollerschell: Monkey ist sehr lieb und gut auf andere Hunde zu sprechen, aber schon alt und deshalb nicht sehr verspielt.

Schülerinnen: Weiß man denn wie alt sie ist?

Dollerschell: Sie ist 2004 geboren, also ist sie jetzt 11 Jahre alt, aber trotzdem noch fit.

Schülerinnen: Wie lange ist Monkey jetzt schon in diesem Tierheim?

Dollerschell: Sie wurde am 2. Juni 2014 nachts von der Polizei am Diakonie­-Krankenhaus gefunden. Die haben sie dann hierher gebracht.

Schülerinnen: Was ist Monkey für eine Rasse?

Dollerschell: Monkey ist ein Jagd-­Terrier-­Mischling und ungefähr 50 Zentimeter groß. Aber trotz ihres stark ausgeprägten Jagdinstinkts ist sie überhaupt nicht bissig.

Schülerinnen: Hat auch Monkey so etwas wie Hobbies, oder fällt das nicht so sehr auf?

Dollerschell: Sie buddelt unglaublich gerne und sie liebt Wasser. Sie kann auch schwimmen. Es ist klar, dass ein kranker Hund mehr kostet, natürlich auch wegen den Medikamenten und Pflege, die sie braucht. Sie ist jetzt schon eine ganze Weile hier bei uns, aber niemand will einen kranken Hund haben.

von Emma Haas, Luisa Althaus, Vanessa Ronzheimer und Maya-Sophie Lehmann, Klasse 8c, Elisabethschule Marburg


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