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Elisabethschule

Mittagspause zu Hause oder in der Schule?

An der Elisabethschule dürfen Schüler ab der 7. Klasse seit diesem Schuljahr in den Pausen und Freistunden das Schulgelände verlassen.

Seit diesem Schuljahr dürfen Schüler der Elisabethschule ab der 7. Klasse das Gelände in den Pausen verlassen.

© Tobias Hirsch

Marburg. Das wurde aufgrund einer Genehmigung des Kultusministeriums und der Zustimmung der Schulkonferenz zu Beginn des Schuljahres gestattet. Bislang war dies erst ab der Oberstufe möglich. Ausschlaggebender Faktor für die Änderung war zum einen die seitens der Schule gemachte Erfahrung, dass eine ständige Kontrolle der Einhaltung der zuvor bestehenden Regelung ohnehin kaum möglich war.

Zum anderen sollen Schüler, die im nahen Umfeld des Marburger Gymnasiums wohnen, die Möglichkeit haben, ihre Mittagspause zu Hause zu verbringen. Den Angaben des Schulleiters zufolge gab es im Rahmen des Entscheidungsprozesses aber auch Gegenargumente. Dazu zählte etwa die Befürchtung, dass viele Schülerinnen und Schüler nach dem Verlassen des Schulgeländes nicht wieder pünktlich zum anschließenden Unterricht erscheinen könnten.

Sicherheit der Schüler ist Hauptsache

Ein weiterer Punkt, den die Schulleitung als kritisch einstuft, ist der Abfall, der durch außerhalb erworbene Produkte anfällt und gegebenenfalls auf dem Schulgelände entsorgt werden müsste. Der wohl bedeutsamste Gesichtspunkt, der die Verantwortlichen umtreibt, ist die Sorge um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler.

Schulleiter Tobias Meinel teilte hierzu auf Anfrage mit, dass die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler außerhalb des Schulgeländes grundsätzlich reduziert sei. Ein Anstieg der Unfallrate oder sonstiger Vorkommnisse sei bislang jedoch erfreulicherweise nicht zu verzeichnen. Zudem weist der Schulleiter darauf hin, dass beim Eintritt eines Unfalls außerhalb des Schulgeländes im Regelfall die Versicherung des Schülers und nicht die der Schule zuständig sei.

Bereitschaft für Eigenverantwortung und Freiheitsdrang

Die Frage, warum man die Erlaubnis gerade ab der Jahrgangsstufe 7 für sinnvoll erachte, beantwortet Meinel damit, dass nach den bisherigen Erfahrungen bei den Jugendlichen in diesem Altersbereich sowohl die Bereitschaft zur Eigenverantwortung als auch der Freiheitsdrang im Regelfall einen entsprechenden eigenen Entscheidungsspielraum rechtfertigten.

Dagegen würden die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe ihre Pausen generell lieber auf dem geschützten Gelände der Schule verbringen. „Uns ist sehr wohl bewusst, dass es bei diesem vielschichtigen und sensiblen Thema kaum möglich ist, eine Regelung festzuschreiben, die den Vorstellungen aller Beteiligten vollständig gerecht werden kann,“ räumt Herr Meinel ein.

Er ergänzt abschließend, dass man die Auswirkungen aus der veränderten Regelung genau beobachte und das Thema erforderlichenfalls erneut auf die Tagesordnung setzen werde.

von Dana Aghabra und Lena Alicia Gilbert, Klasse 8c, Elisabethschule Marburg


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