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Elisabethschule Marburg

Marburg - die Stadt der Baustellen

Gerade erst sind die Bauarbeiten am Vorplatz des Marburger Hauptbahnhofes beendet worden. Doch es gibt zahlreiche weitere Baustellen in der Universitätsstadt.
Noch kann man es nur erahnen: In der Deutschhausstraße entsteht die neue Bibliothek der Philipps-Universität. Sie ist eine der vielen Marburger Baustellen, die Ronja Meier in ihrem Artikel beschreibt.

Noch kann man es nur erahnen: In der Deutschhausstraße entsteht die neue Bibliothek der Philipps-Universität. Sie ist eine der vielen Marburger Baustellen, die Ronja Meier in ihrem Artikel beschreibt.

© Ronja Meier

Marburg. Im Gespräch mit dem Fachdienstleiter der Stadtplanung, Reinhold Kulle, berichtet dieser über aktuelle, bereits abgeschlossene und geplante Bauprojekte in Marburg. Es gibt in der Stadt verschiedene Schwerpunktbereiche des Bauens. Das sind zum einen alle Arbeiten in der Innenstadt Marburgs, wie zum Beispiel den Sprachatlas oder auch die Universitätsbibliothek und zum anderen die Universitätsmaßnahmen auf den Lahnbergen, der soziale Wohnungsbau und die Nordstadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof.

Der Sprachatlas, der im Rohbau bereits besteht, wird voraussichtlich dieses Jahr noch eingeweiht und bezogen werden. Die Universitätsbibliothek hingegen wird 2017 fertig gestellt. Die Bibliothek liegt zentral neben dem historischen alten botanischen Garten, der Elisabethkirche und der Oberstadt. Das Bauprojekt wird über das Heureka-Programm des Landes Hessen finanziert, welches Universitätsbauten unterstützt.

Auch auf den Lahnbergen gibt es Projekte der Universität. Vor kurzem wurde dort die Chemie eingeweiht und der dritte Bauabschnitt der Hals-Nasen-Ohrenklink fertig gestellt. Zudem kommen noch mehrere Forschungseinrichtungen, unter anderem die Partikeltherapie. Erinnert man sich daran, wie die Nordstadt vor zehn Jahren aussah, fällt einem schnell auf, dass sie sich stark verändert hat. Begonnen hat alles vor 20 Jahren, als man sich zum ersten Mal überlegte, wie man das Bahnhofsviertel attraktiver machen könne. Daraufhin wurde ein Sanierungsgebiet rund um den Hauptbahnhof festgelegt. Im Randbereich dieses Gebietes wurde alles rund um die Elisabethkirche saniert und die Ketzerbach stark umgestaltet. Außerdem wurde der Bahnhof saniert und der Vorplatz neu strukturiert.

2000 neue Wohnungen in den letzten 12 Jahren

Ebenfalls im Sanierungsgebiet Nordstadt liegt die Bahnhofstraße, für die man verkehrsplanerische Überlegungen hat. Beiderseits der Bahnhofstraße wurden Gebäude saniert und neu gebaut. Zum Beispiel am Brückenkopf der Elisabethbrücke ist ein Kongresszentrum entstanden und gegenüber ein Altenheim. In der Stadt Marburg wurden in den vergangen zwölf Jahren insgesamt rund 2000 Wohneinheiten geschaffen.

Nördlich vom Bahnhof in der Neuen Kasseler Straße sollen neue Wohnungen entstehen, dafür sind die Stadtplaner gerade dabei, einen Bebauungsplan in ein planungsrechtliches Verfahren zu geben und mit den Bürgern zu diskutieren.

Auch im Stadtwald ist die Stadt aktiv. Dort sollen in der ehemaligen Konversionsfläche der Bundeswehr Wohnbauprojekte ergänzt werden. Ein sehr wichtiges Thema für Marburg ist die Wohnungsversorgung. Denn die Stadt erlebt seit Jahren immer wieder ein neues Allzeithoch bei den Studentenzahlen. Diese Notwendigkeit besteht, weil die Bereitstellung von weiterem Wohnraum in Marburg schwierig ist. Durch die Topografie der Tallage hat Marburg nicht mehr sehr viele freie Flächen aufzuweisen.

Aus diesem Grund ist es schwierig, weiteren Wohnungsneubau zu realisieren. Begleitend zu den aktuellen Maßnahmen werden immer auch andere Wettbewerbe oder raumplanerische Zielsetzungen verfolgt. Im öffentlichen Raum wird viel getan, um Freiflächen zu gestalten. Im Moment soll das Lahnumfeld zugänglicher gemacht und aufgewertet werden. Darunter fallen auch die Hochwasserbereiche bei der Universitätsmensa, die Terrassen. Zudem wurde ein Wettbewerb durchgeführt, in dem sich die Stadt mit der Entwicklung der Weidenhäuser Brücke und dem Rudolphsplatz auseinandergesetzt hat. Ende des letzten Jahres gab es einen Wettbewerb für eine Multifunktionshalle für sportliche und schulische Veranstaltungen, die im Bereich der Elisabethschule entstehen soll.

Im Bereich des Elisabethenhofs wurde eine Altenwohnanlage fertig gestellt und am Ortenberg soll im Bereich der psychiatrischen Klinik ein Neubau entstehen. Auf dem Vitos-Gelände in der historischen Parkanlage soll ebenfalls neu gebaut werden.

Im nächsten Jahr wird die dann umgebaute Stadthalle fertig gestellt sein. Das nebenstehende Hülsenhaus wurde vergangenes Jahr saniert und modernisiert. Dort wurde die gesamte Fassade verändert. Dies alles sind immense Bauvolumen, so dass in den nächsten Jahren viele Fertigstellungen erfolgen werden.

von Ronja Meier, Klasse 8b, Elisabethschule


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