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Elisabethschule Marburg

Magersucht wegen Mobbing

„Ich weiß selber nicht genau, wieso ich das bekommen habe, aber ich habe mich schon immer unwohl in meiner Haut gefühlt“, berichtet eine 15-jährige, an Anorexia Nevosa erkrankte, Jugendliche. Diese Krankheit ist zwar eine seltene, aber umso schlimmere Art von Magersucht. Nur 0,7 Prozent der weiblichen Teenager sind erkrankt, dafür ist es aber die psychische Störung mit den meisten Todesfällen überhaupt.

Marburg. Meist entsteht sie durch Mobbing von Freunden, Familie und Menschen aus dem Umfeld, wie bei meiner Befragten. Die 15-Jährige ist seit 18 Monaten erkrankt und in ihrem Fall ist es chronisch. Ihre schlimmste Phase hatte sie vor einem Jahr, woraufhin sie für sechs Wochen in die Psychiatrie kam. Geheilt ist ihre Krankheit nach wie vor nicht, da man dafür viel Stärke besitzen muss. Am wichtigsten ist dabei die Heilung der Körperschemastörung. Jedes zweite Mädchen hat eine falsche Wahrnehmung von sich selbst.

Freunde und Familie helfen der 15-Jährigen dabei wieder gesund zu werden, fremde Menschen haben jedoch Vorurteile ihr gegenüber und lästern häufig. „Darüber kann ich mittlerweile nur noch lachen, es ist mir egal geworden“, berichtet die 15-jährige. Auf die Frage aber, welche Beziehung sie zu Essen hat, wollte sie nicht antworten. Vor anderen kann sie nicht essen und nach jeder Mahlzeit hat sie ein schlechtes Gewissen. Um die Krankheit zu besiegen, sei es vor allem wichtig, sich so zu akzeptieren, wie man ist und an sich zu glauben, sagt sie.

von Lena Neumann, Klasse 8b, Elisabethschule Marburg

[Peter Gassner]

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