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Licht und Schatten des Leistungssports

Elisabethschule Licht und Schatten des Leistungssports

Die Basketballerinnen ­Julia Köppl, Finja Schaake und Birte Thimm von den „Blue Dolphins“ spielen unter Trainer Patrick Unger in der 1. Bundesliga. Trotz dem Stress im Profisport sind sie gut gelaunt.

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Klein und Groß vereint: Lilly Lukow (von links), Julia Köppl, Luzie Hegele, Finja Schaake, Verena Pfeffer und Birte Thimm spielen alle bei den „Blue Dolphins“.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Das Können kommt nicht von irgendwo. Alle drei Spielerinnen sind praktisch mit dem Ball in der Hand aufgewachsen. Mannschaftskapitänin Birte Thimm, deren große Geschwister auch Basketball spielen, saß schon als Kleinkind in der Halle, bis sie sich schließlich mit neun Jahren selber beim Jungen-Team von Bayer Leverkusen anmeldete. Und auch Finja Schaake und Julia Köppl ging es ähnlich. Als Kind ließ die Österreicherin Julia Köppl alles Schritt für Schritt auf sich zukommen: vom Traum der Nationalmannschaft bis zum Collegebesuch.

Auch Finja Schaake kann sagen, dass sie ihre Ziele erreicht hat und jetzt nicht mehr vom Spielfeldrand die Nationalmannschaft betrachtet, sondern mit im Spiel dabei ist. Dass die Sportlerinnen nun so erfolgreich sind, haben sie dem Training zu verdanken, welches sie täglich vor neue Herausforderungen stellt. Mit einmal Wurftraining, das 60 Minuten dauert, und einmal Teamtraining, das 90 Minuten in Anspruch nimmt, verbringen die Dolphins-Spielerinnen viel Zeit in der Halle. Dazu kommen zwei Krafttrainingseinheiten, die ebenfalls 60 Minuten schwitzen bedeuten. Die können sie selbst während der Woche verteilen.

Bedeutend für die Spielerinnen sind vor allem Freunde und Familie, die sie dahin gebracht haben, wo sie nun sind, und auf dem Weg zum Profi-Basketball begleitet haben.

Rückschläge gehören dazu

Allerdings müssen auch Opfer für diesen Weg gebracht werden. Zu wenig Zeit für Freunde und andere Interessen zerstören manche Freundschaften, und nur die wahren Freunde bleiben. Diese können die Liebe zum Basketball zwar nicht immer teilen, stehen jedoch immer hinter ihnen und manchmal tut es auch ganz gut, nicht nur über den Sport zu reden, sondern auch über andere Dinge, die häufig vernachlässigt werden.

Mit Verletzungen und Rückschlägen muss bei diesem Beruf allerdings auch gerechnet und unweigerlich Bekanntschaft gemacht werden. Finja Schaake berichtet: „2005 hatte ich einen Abriss des Schienbeinkopfes. Ich hatte zwei Operationen und Schrauben im Knie. Aber nach fünf Monaten stand ich wieder auf dem Feld, obwohl ich eigentlich acht Monate pausieren sollte.“ Mit genug Kampfgeist ist alles möglich, denn der Wille beginnt im Kopf. „Man hält nicht an den negativen Ereignissen fest, sondern an den positiven“, so Julia Köppl.

Spaß ist der Antrieb

Birte Thimm stimmt ihr zu und berichtet, was für sie die schönsten Erlebnisse in der Karrierelaufbahn sind: „Die schönsten Siege sind die, die man am wenigsten erwartet, wie zum Beispiel als mein Team bei den Uni-Meisterschaften in Kroatien Vize-Europameister wurde.“

„Spaß am Spiel“ - das ist es, warum die drei Vorzeige-Spielerinnen weitermachen und sich immer wieder aufrappeln und in die Halle stellen. Trainer Patrick Unger bringt es auf den Punkt: „Man muss die Zeit miteinander genießen. Warum die Mädels spielen? Weil sie erstens Spaß daran haben und zweitens Leute, mit denen sie gut auskommen, um sich haben!“

Für viele andere Nachwuchsspieler - so wie die Autorinnen - ist das Trio ein Vorbild, das inspiriert, Spaß am Basketball zu haben. Die drei Dolphins haben es nach ganz oben geschafft und würden diesen nicht unbedingt einfachen Weg immer wieder gehen.

von Lilly Lukow (8d), Luzie Hegele (8a) und Verena Pfeffer (8a), Elisabethschule

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