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Wollenbergschule Wetter

Kostümspiel aus Japan hat auch Fans in Deutschland

Cosplay – das ist ein Hobby welches auch in Deutschland immer beliebter wird und weltweit eine riesige Fangemeinde hat. Aber was ist das? Zusammengesetzt wird das Wort aus den Begriffen Costume und Play und bedeutet eigentlich "Kostümspiel". Ursprünglich kommt dieser Trend aus Japan, bei dem sich die meist weiblichen Cosplayer einen oder mehrere Charaktere aus einem Manga, Anime, Videospiel oder einem Spielfilm aussuchen, diesen nachstellen oder nachspielen.
Auch in Deutschland gibt es Cosplayer, wie hier bei der "Connichi" in Kassel.

Auch in Deutschland gibt es Cosplayer, wie hier bei der "Connichi" in Kassel.

© Uwe Zucchi

Wetter. Bei selbstgeschneiderten Kostümen wird sehr viel Wert auf Originaltreue gelegt und sie werden aus hochwertigem Material angefertigt. Aber es gibt auch viele Cosplaykostüm-Shops, in denen von Kontaktlinsen bis zu Perücken fast alles zu bekommen ist. Cosplay wird zum eigenen Vergnügen, für Fotos und Videos für Internetpräsentationen und für Wettbewerbe auf Anime-Conventions, wie der Leipziger Buchmesse oder der Connichi, einer der größten Cosplay-Conventions Deutschlands, betrieben.

Schüler: Wie seid ihr darauf gekommen Cosplay zu machen?

Shiyou: Ich bin schon vor Jahren auf Conventions (Treffen; Cons) gegangen, hab aber nie gecosplayt. War mehr in J-Rock Style unterwegs und dann habe ich meine beste Freundin gefragt, ob sie mal Lust auf sowas hätte.

Bella: Ich glaube ich war damals 13 oder 14 Jahre alt, als mir eine Freundin "Inuyasha" gezeigt hat. Später bin ich dadurch auf 'Vampire Knight' gestoßen und hatte dann auf Google zufällig Cosplaybilder dazu gesehen und war total begeistert. Das wollte ich auch mal machen. Nachdem ich mir auf Animexx viele Cosplay-Bilder angesehen hatte.

Schüler: Wie lange macht ihr das schon?

Cat: Ich habe 2009 kurz angefangen, dann aber wieder aufgehört. Mit meiner Cosplay-Partnerin Julia habe ich 2012 neu gestartet.

Amai: Ich mach das seit 4 Jahren.

Bella: Ich bin seit 2 Jahren dabei.

Schüler: Was begeistert Euch so an diesem Hobby?

Bella: Man kann einfach mal sein wer man möchte. Tragen, was man möchte oder Kindheitsträume erfüllen, wie mal ein Tag als Junge rumlaufen und nicht ausgelacht zu werden, sondern liebe Worte gesagt zu bekommen. Oder einfach mal ein Ballkleid zu tragen und natürlich dass man in einer Gruppe von Cosplayern ziemlich viel Spaß haben kann.

Amai: Mich begeistert am meisten die Veränderung von mir selbst, die ich durch jeden neuen Charakter bekomme. Aber auch das Schneidern der Kostüme macht mir immer wieder Spaß.

Shiyou: Also was mich begeistert, ist dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, wenn man im Cosplay unterwegs ist. Es ist eine große Familie - und dass man sich einfach vom Alltag ablösen kann. Natürlich ist es ein Ansporn schöne Bilder zu machen und zu bekommen und mit Freunden aus aller Welt abzuhängen.

Akiko: Macht Ihr Eure Kostüme selbst?

Cat: Nein, die meisten sind gekauft und abgeändert, verbessert und in Teilen ersetzt.

Bella: Ich versuche es. Dementsprechend sind etwa 90 Prozent selber gemacht. Aber so Sachen wie einen Frack, einen Blazer oder ein Hochzeitskleid, da würde ich mich selber noch nicht heranwagen.

Schüler: Wart ihr schon auf vielen Conventions?

Amai: Ja. Aber immer wieder auf den gleichen.

Bella: Ja, auf sehr vielen, da monatlich bei uns in der Gegend ein kleiner ist.

Schüler: Welchen Lieblings-Charakter habt ihr?

Amai: Die Protagonistin Lucy aus "Elfenlied". Nicht weil ich mich mit ihr identifiziere, sondern weil ich ihren Charakter mit der gespaltenen Persönlichkeit von der Killerin in das liebe Mauerblümchen "Nyu" faszinierend finde. Sie sollte keine Vorbildfunktion haben, dennoch finde ich, dass sie ein außergewöhnlicher Charakter ist.

Bella: Oh, das ist schwer. Ich würde sagen Claude Faustus aus "Black Butler", Reiji Sakamaki aus "Diabolik Lovers", Virus aus "Dramatical Murder" und Sephiroth aus "Final Fantasy 7".

Shiyou: Ciel Phantomhive aus "Black Butler".

Cat: Mello aus "eath Note".

Schüler: Wie hat Euer Umfeld auf Euer Hobby reagiert?

Amai: Sie waren erst sehr skeptisch und haben gefragt was das ist und was ich mache. Aber mittlerweile gehen sie sehr normal damit um.

Cat: Ziemlich gut eigentlich, mein Vater findet das gut, meine Mutter versteht es zwar nicht so, aber sie unterstützt mich, indem sie mich zum Zug fährt und wieder abholt. Meine Oma findet es toll und mein Freund hilft mir auch.

Shiyou: Also, viele waren sehr interessiert was das überhaupt ist und was man da so macht. Viele haben dann auch nachgefragt und mit Interesse zugehört. Meine Familie akzeptiert natürlich mein Hobby. Manche Freunde finden es komisch. Freundinnen finden es super und einige hab' ich anstecken können.

Schüler: Kommen wir zu meiner letzten Frage. Habt Ihr einen besonderen Tipp für Einsteiger?

Amai: Niemals aufgeben und immer versuchen das bestmögliche für einen selbst zu schaffen.

Bella: Man sollte sich am Anfang nicht übernehmen und zu viel Geld ausgeben. Man sollte einen Charakter wählen, den man gerne mag und nicht irgendetwas.

von Sarah Fiona Groß, Klasse 8a, Wollenbergschule Wetter


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