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Gymnasium Philippinum

Kinderarbeiter kämpfen ums Überleben

Auf der ganzen Welt gehen 168 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren wegen der Armut ihrer Eltern arbeiten. Davon sind 85 Millionen krankmachenden Belastungen ausgesetzt. Pro Jahr sterben daran 22000 Kinder.
Ein Junge arbeitet in einem Granit-Steinbruch bei Bangalore in Indien. Besonders in armen Ländern ist Kinderarbeit ein großes Problem.Foto: Joerg Boethling

Ein Junge arbeitet in einem Granit-Steinbruch bei Bangalore in Indien. Besonders in armen Ländern ist Kinderarbeit ein großes Problem.Foto: Joerg Boethling

© boethling@agenda-fototext.de

Marburg. In armen Ländern ist die Kinderarbeit verstärkt vorhanden, da die Kinder Geld einbringen müssen, um ihre Eltern finanziell zu unterstützen. Dort gehen viele Kinder arbeiten. Der Lohn fällt für sie allerdings sehr gering aus, weil die Betriebe mehr, dafür aber schlecht bezahlte, Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.

Den Kindern fehlt die Schulausbildung, da sie mindestens 14 Stunden am Tag arbeiten. So geraten sie in einen Teufelskreis: Da sie später ohne Schulausbildung keinen guten Beruf ausüben können, werden sie nicht genug Geld verdienen, um ihre zukünftige Familie zu versorgen. Daraus folgt, dass ihre Kinder wieder arbeiten gehen müssen.

168 Millionen Kinder zwischen fünf und siebzehn Jahren haben keine Zeit zum Spielen, sondern müssen ums Überleben kämpfen. Kinderarbeit gibt es auf der ganzen Welt, besonders in Asien und der Subsahara in Afrika, wie auch in Osteuropa.

Davon müssen 85 Millionen - also rund die Hälfte dieser Kinder - lebensbedrohliche Arbeiten verrichten. Unter schlechten Bedingungen, wie zum Beispiel in engen Räumen, an laufenden Maschinen, in ungesunder Umgebung, mit gefährlichen Stoffen, wie auch unter Tage, in der Höhe, unter Wasser oder in der Nacht arbeiten.

22000 Kinder sterben pro Jahr an schädlichen Auswirkungen der Arbeit, wegen mangelnder Sicherheit, fehlender Gesundheitsvorsorge oder der fehlenden Möglichkeit sich zu entwickeln. Sie haben nach jahrelanger Arbeit körperliche oder auch seelische Störungen. Die körperlichen Beeinträchtigungen, wie zum Beispiel Atembeschwerden, Hauterkrankungen oder Taubheit und auch die seelischen, zum Beispiel durch Zwangsrekrutierung als Soldat, Kindersklaverei oder sexuellen Missbrauch werden sie ihr Leben lang begleiten.

Organisationen unterstützen Kinder

Zur Unterstützung dieser Kinder gibt es viele Organisationen, wie zum Beispiel ,,Xertifix“ und ,,Goodweave“, die uns dazu auffordern zu helfen. Dies kann durch Spenden und Kinderpatenschaft unterstützt werden. Aber auch der Kauf von gekennzeichneten Waren, die ohne illegale Kinderarbeit hergestellt wurden, kann diesen Kindern helfen. Vereine vor Ort setzen sich dafür ein, dass solche Kinder ihre Rechte kennenlernen und dass die Arbeits- und Gesundheitsbedingungen der Betriebe verbessert werden.

von Josefine Gattung und Mirjam Blüthgen, Klasse 8b, Gymnasium Philippinum

[Peter Gassner]

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