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Elisabethschule

KiJuPa-Wahlen - gut informiert?

In Marburg wird gerade das KiJuPa gewählt. Aber was ist eigentlich das KiJuPa und was wird da gemacht?
Das Archivbild zeigt eine KiJuPa-Sitzung aus dem Jahr 2013 im Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung.Archivfoto

Das Archivbild zeigt eine KiJuPa-Sitzung aus dem Jahr 2013 im Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung.Archivfoto

Marburg. KiJuPa ist die Abkürzung für Kinder- und Jugendparlament. Es ist eine überparteiliche Organisation, das heißt, es wird nicht besonders von einer Partei unterstützt, sondern es vertritt die Interessen aller Kinder und Jugendlichen in Marburg. Das KiJuPa trifft sich sieben Mal im Jahr im Stadtverordneten-Sitzungssaal.

Es ist für Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren bestimmt. Das KiJuPa veranstaltet jährlich Aktionen, wie einen Stand beim Weihnachtsmarkt oder bei der Spielzeugbörse. Außerdem nehmen bei den KiJuPa-Sitzungen auch Politiker der Stadt Marburg teil. Sie leiten Anträge des KiJuPas an das Stadtparlament weiter.

Das KiJuPa wird alle zwei Jahre neu gewählt. Wer gewählt werden will, muss seinen ersten Wohnsitz in Marburg haben, sonst kann sich derjenige nicht aufstellen lassen. Die Interessenten konnten sich im Januar und Februar über den Klassenlehrer bewerben. Jetzt können sie von den Schülern der eigenen Schule gewählt werden. Diese Wahl findet noch bis zum 26. März statt.

Umfrage in der Elisabethschule

An der Elisabethschule in Marburg haben wir 30 Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 bis 9 zum Thema KiJuPa-Wahlen befragt. 90 Prozent der Befragten kannten das KiJuPa, allerdings fühlten sich nur 30 Prozent ausreichend darüber informiert. Keiner der Befragten hat sich als Kandidat aufstellen lassen.

Eine Schülerin sagte dazu: „So viel Schule, Hausaufgaben und dann auch noch Hobbys, da hat man nicht auch noch Zeit fürs KiJuPa.“ Diese Rückmeldung gaben viele der Befragten. Eine andere Schülerin sagte: „Ich hätte schon Lust, mich aufstellen zu lassen, aber ich habe einfach keine Zeit dafür.“ Einer der Befragten spielte auch auf die zu wenigen Informationen an. Er sagte: „Ich lasse mich nicht aufstellen, weil ich kaum weiß, was das KiJuPa macht. Vielleicht fände ich es ja gar nicht so interessant.“

Insgesamt haben sich dennoch 25 Kandidaten aus der Elisabethschule aufstellen lassen. Davon sind allein 18 Kinder aus der Unterstufe. Wir haben auch mit einem Mädchen gesprochen, das schon am vergangenen Kinder- und Jugendparlament als Mitglied teilnahm und sich auch wieder aufstellen lässt. Sie hat erzählt: „Ich finde das KiJuPa sehr interessant und engagiere mich dort gerne.“

Wie kann man sich besser informieren?

Allerdings wünscht sie sich auch: „Es sollen sich keine Leute aufstellen lassen, die nur gucken wollen, ob sie gewählt werden und dann nicht zu den Sitzungen kommen - und Kinder, die es wirklich wollen, kommen dafür manchmal nicht ins KiJuPa.“ Es gibt bei der Information über das KiJuPa noch einige Schwachstellen.

Deswegen haben wir uns überlegt, wie man besser über das KiJuPa informieren könnte. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass man entweder Flyer mit Infos an den Schulen verteilen könnte oder dass an einem Tag KiJuPa-Vertreter in die Schule kommen: Die Ober-, Mittel- und Unterstufe könnten dann getrennt informiert werden.

Wer Interesse hat, kann übrigens auch mal bei einer Sitzung vorbeischauen, denn die sind öffentlich.

von Damaris Kühn und Liv Perle, 8b, Elisabethschule Marburg


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