Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Elisabethschule

Interview mit Facharzt für Hämophilie Dr. med. Tobias Suiter

Am vergangenen Freitag war Welttag der Hämophilie, auch genannt Bluterkrankheit. Lucien Suiter interessierte sich für die Krankheit und führte dazu ein Interview mit Dr. med. Tobias Suiter, Facharzt für Hämophilie.

Schon eine kleine Verletzung kann bei einem Bluter schwere Folgen haben. Ärtze wie Dr. med. Tobias Suiter arbeiten deshalb immer weiter an der Entwicklung Medikamenten, die das Blut gerinnen lassen und so Patienten helfen.

© Maren Beßler / Pixelio.de

Marburg. Lucien: In welchem medizinischen Bereich arbeiten Sie?
Dr. med. Tobias Suiter: Hämophilie / Bluterkrankheit.

Lucien: Warum gerade dieser medizinische Bereich?
Suiter: Ich finde es wichtig, dass die Behandlung der Patienten möglichst sicher ist. Deswegen informiere ich zum Beispiel Krankenschwestern und Ärzte über das Medikament, in diesem Fall ein Blutersatzmittel. Diese sollen dann dem Patienten das Medikament spritzen.

Lucien: Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrem Job?
Suiter (nach längerem Grübeln): Das ich immer in einer diplomatischen Mission für die Patienten unterwegs bin.

Lucien: Was mögen Sie nicht an Ihrem Job?
Suiter: Ich mag es nicht, wenn es zu viele Dienstreisen werden. Und dass die Zulassungsbehörden immer so lange brauchen.

Lucien: Wie lange brauchen die Behörden denn für die Entwicklung und warum dauert das so lange?
Suiter: Es kann bis zu zehn Jahren dauern bei den klinischen Entwicklungen, weil man so viele klinische Studien am Menschen durchführen muss.

Lucien: Was war bis jetzt das Spannendste in Ihrem Medizinerleben, was Sie erlebt haben?
Suiter: Es ist alles immer wieder eine Herausforderung und damit spannend.

Lucien: Wie lange haben Sie studiert?
Suiter: Sechs Jahre habe ich Humanmedizin studiert und dann weitere sechs Jahre die Ausbildung zum Facharzt der Inneren Medizin absolviert.

Lucien: Kommen wir nun zu Ihrer Arbeit. In welcher Firma arbeiten Sie momentan?
Suiter: Die Firma heißt Pharming und hat Ihren Sitz in den Niederlanden.

Lucien: Also sind Sie nur an Wochenenden in Deutschland?
Suiter: Nein, ich arbeite überwiegend von Zuhause aus.

Lucien: Sehen Sie es als Vorteil, zu Hause zu arbeiten?
Suiter: Ja und Nein. Einerseits stört mich niemand bei der Arbeit, anderseits kann ich nicht so schnell Informationen mit meinen Arbeitskollegen austauschen.

Lucien: Wie viele Mitarbeiter hat Ihre Firma?
Suiter: Mit mir sind wir 54 Mitarbeiter.

Lucien: Was für eine Position belegen Sie?
Suiter: Ich bin der Leiter der Abteilung für medizinische Wissenschaft.

Lucien: Für was sind Sie zuständig?
Suiter: Ich bin für die Entwicklung von medizinischer Kommunikation und Wissenschaftsstrategie zuständig.

Lucien: Von wann bis wann arbeiten Sie?
Suiter (mit einem Schmunzeln): Ich habe keine festen Arbeitszeiten, aber in der Regel arbeite ich acht bis zehn Stunden am Tag.

Lucien: Den Job hätte ich auch gerne!
Nach dem Interview weiß ich mehr über Ärzte, die in der Pharmazie arbeiten und bedanke mich für das aufschlussreiche Gespräch.

von Lucien Suiter, Klasse 8b, Elisabethschule Marburg


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Meistgelesene Schülerartikel




  • Sie befinden sich hier: Elisabethschule – Interview mit Facharzt für Hämophilie Dr. med. Tobias Suiter – op-marburg.de