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Gymnasium Philippinum

Inspiration wo bist du?

Diese Frage stellt sich jeder Künstler immer und immer wieder – ob nun Maler, Autor, Songwriter, Comiczeichner, Architekt oder Komponist. Am liebsten schreibe ich Kurzgeschichten, gelegentlich auch etwas längeres. Auch ich brauche Inspiration und stelle mir deshalb diese Frage manchmal genauso, obwohl ich längst begriffen habe, dass das nicht der Weg ist, auf dem ich sie finde.

Marburg. Jedes Mal, wenn ich eine neue Geschichte anfange, suche ich nicht verzweifelt einen Anfangssatz. Das tue ich nie, weil ich ganz genau weiß, dass es nicht funktionieren wird. Zumindest nicht bei mir. Irgendwann, irgendwo springt ein Satz durch meinen Kopf und dort bleibt er. Ich weiß nicht, wie das eigentlich funktioniert, weil ich nur diesen einen Satz habe und nie mehr. Nicht mal eine Ahnung, wohin er mich führen wird. Sobald ich kann, schreibe ich ihn dann auf. Und sobald er da steht, fließen die Wörter nur so aus mir hinaus. Ich überlege nicht, ich denke nicht nach, ich schreibe es einfach auf.

Und wo finde ich die Inspiration? Zu den unmöglichsten Zeiten, an den unmöglichsten Orten. Kurz vorm Einschlafen, unter der Dusche, auf langen Autofahrten, beim Laufen im Wald oder beim Telefonieren. Also immer dann, wenn man keinen Stift zur Hand hat. Auf einmal ist der erste Satz – und immer nur der erste – in meinem Kopf und springt darin herum wie ein Flummi. Und dann muss ich diesen Satz in meinem Kopf behalten, bis ich die Geschichte, die zu diesem Zeitpunkt nicht mal ich kenne, aufschreiben kann.
Lara Wenz, Klasse 8b, Gymnasium Philippinum


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