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Elisabethschule

Impfen ist keine Privatsache

Wir wissen nicht, warum das in Berlin verstorbene Kind und auch die anderen an Masern Erkrankten nicht geimpft wurden. Manchmal wohl aus Nachlässigkeit, aber oft auch weil die Eltern gegen Impfungen sind.

Marburg. Dabei ist das Risiko einer Impfschädigung sehr gering. Trotzdem wäre es auch nicht richtig, Eltern zum Impfen ihrer Kinder zu zwingen. Denn jeder sollte das Recht auf Selbstbestimmung haben. Man könnte sich aber überlegen, ob man die Eltern zur Rechenschaft zieht, wenn nachweislich durch ihr ungeimpftes Kind andere zu Schaden gekommen sind. Viel wichtiger ist es aber, dass hier noch sehr viel mehr von den Ärzten, Medien und der Politik aufgeklärt wird, damit solche Fälle oder noch Schlimmeres in Zukunft verhindert werden kann.

Erfahrungen mit Masern

Denn die Frage „Impfen, ja oder nein?“ ist keine Privatangelegenheit, da indirekt immer auch andere Menschen davon betroffen sind. Hier zwei beispielhafte Meinungen: Der Lehrer Hartmuth K. ist mit fünf Jahren an Masern erkrankt und im Laufe dessen noch an einer Mittelohrentzündung. Außerdem haben sich die Masern in seinem Umfeld verbreitet - sein jüngerer Bruder hatte sich etwa angesteckt. Er ist für das Impfen, da jeder Mensch ungeimpft global gesehen eine Gefahr ist.

Die medizinische Dokumentarin Ursula S. hatte die Masern im Kleinkindalter, damals gab es noch keine Impfungen. Ihr Großonkel starb an einer Maserninfektion. Zwar ist sie gegen einen generellen Impfzwang, findet aber, dass Eltern durchaus die Konsequenzen für dasNichtimpfen tragen sollten, etwa durch einen Ausschluss aus der Kita. Auch sie setzt aberhauptsächlich auf Aufklärung.

von Pablo Meier und Lotty Ruth Siegmund, 8. Klasse, Elisabethschule Marburg


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