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Gymnasium Philippinum

Hunger in der Sahelzone: 14 Millionen Menschen bedroht

In der Sahelzone werden 14 Millionen Menschen von einer Hungersnot bedroht. Jedes Jahr gibt es mehrere schwere Dürren, in deren Folge viele Menschen sterben.

Ein Kamel steht in der ausgedörrten Prärie. Millionen von Menschen sind von der Dürre bedroht.

© Dieter Schütz / pixelio.de

Maburg. Die nordafrikanische Sahelzone ist der Übergang von der nordafrikanischen Wüste zu den südlicher gelegenen Savannengebieten. Zur Sahelzone gehören die Staaten Senegal, Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Tschad, Sudan, Äthiopien und Eritrea - einige der ärmsten Länder der Welt. Insgesamt leben hier rund 30 Millionen Menschen, deutlich weniger als in Deutschland, wo 80 Millionen Menschen leben.

Eigentlich ist Sahel das arabische Wort für Ufer oder Küste. Für die afrikanischen Nomaden, die früher durch die Sahara zogen, war die Sahelzone eine fruchtbare Region, in der ihre Herden und sie selbst stets genug Nahrung fanden. Heute ist die Lebenssituation in der Sahelzone völlig anders. In der Region gibt es immer wieder schwere Dürren und Hungerkatastrophen.

Zehn Trockenmonate im Jahr

Nach Angaben der Organisation „World Food Programme“ leiden derzeit 14 Millionen Menschen an Hungersnöten und 1,9 Millionen Kinder sterben jährlich. Eine der schwersten Krisen fand zwischen 1970 und 1980 statt. In den nächsten Jahren folgten weitere schwere Dürreperioden, die viele Opfer mit sich brachten. Nach einer schweren Hungersnot 2012 sprach der Caritas-Präsident Franz Küberl damals von „der Hölle auf Erden“.

Kennzeichnend für die Sahelzone ist das tropische Wechselklima, das heißt, es findet ein Wechsel von Trocken- und Regenzeit statt. In der Sahelzone sind es häufig bis zu zehn Trockenmonate im Jahr,  die von nur zwei Regenmonaten gefolgt werden. Aber auch die Menschen haben durch ihr Verhalten zu der Katastrophe beigetragen. Durch das Abholzen der Bäume, die Überweidung und durch das Anbauen der gleichen Pflanzen wurde der Boden schwer geschädigt. Es kam zu einer Wüstenbildung.

Bevölkerung muss lernen, richtig anzubauen

Viele Hilfsorganisationen, wie „Save the Children“, „Aktion Deutschland“ oder „Ärzte ohne Grenzen“, versuchen den Menschen in der Sahelzone zu helfen. Sie sammeln Spendengelder und werfen mit Hubschraubern Nahrung über den betroffenen Regionen ab. Wegen der steigenden Bevölkerung ist es aber nicht möglich, jeden zu versorgen. Viele Menschen holen sich Hilfe in Lagern oder kleinen Krankenstationen. Einige Kinder werden in  „SOS Kinderdörfern“ aufgenommen.

Besonders wichtig aber sind die Entwicklungsprojekte, in denen die Menschen lernen, ihr Land besser zu bewirtschaften. Zum Beispiel haben die Menschen gelernt, Felder unterschiedlich zu bepflanzen und durch das Pflanzen von Bäumen oder das Anlegen von Mauern, die Bodenerosion zu verhindern.

Das Schicksal der Menschen in der Sahelzone macht mich sehr betroffen, besonders weil wir in Deutschland ganz anders leben. Aber auch aus Marburg kann man helfen, indem man zum Beispiel spendet. Eine andere Möglichkeit ist es, eine Patenschaft für ein Kind aus der Sahelzone zu übernehmen und es regelmäßig zu unterstützen. Solche Patenschaften bieten Hilfsorganisationen wie „World Vision“ oder die „Kindernothilfe“ an. Schon mit wenig Geld kann man vielen Menschen in der Sahelzone helfen. 

von Louise Wölk, Klasse 8b, Gymnasium Philippinum


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