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Freie Waldorfschule

Die Notwendigkeit einer Hundeschule

„Die Erziehung meines Hundes kriege ich doch wohl als erwachsener Mensch alleine hin, das kann doch nicht so schwer sein.“ Diese Einstellung und Denkweise verfolgen viele Hundebesitzer und liegen damit völlig falsch. 

In der Hundeschule können sich junge Hunde gegenseitig beschnuppern. Je früher dies geschieht, desto unwahrscheinlicher tauchen später Probleme auf.

© Martina Goslar / pixelio.de

Marburg. Ein Hund besitzt sein eigenes Leben und hat somit auch seinen eigenen Willen. In der Hundeschule lernt der Hund grundlegende Dinge und Befehle, wie „Sitz“ oder „Platz“. Einer der wichtigsten Ereignisse für den Hund ist der soziale Kontakt mit anderen Hunden und Menschen, die sogenannte Sozialisierungsphase.

Wenn man dem Hund dieses Ereignis entziehen würde, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ein späterer Kontakt mit Hunden oder auch Kleinkindern nicht wie gewünscht ausfällt. Je früher der Hund mit anderen Artgenossen beschäftigt wird, desto geringer ist das Risiko, dass später einmal Probleme mit anderen Hunden auftreten.

Hundetrainer gibt Hilfestellung

Man merkt früh, wie sich der Hund durch den Austausch mit anderen Hunden entwickelt. Am besten findet somit eine frühzeitige Prägung in der Welpenschule statt, die das Selbstbewusstsein des Hundes in alle Richtungen stärkt. Weitere Vorteile der Welpenschule sind die Charakterbildung und Sozialisierung die durch das Toben und Spielen gefördert wird.

In Hundeschulen helfen Hundebesitzer professionelle Trainer dabei, mit ihrem Hund zusammen die wichtigsten Spielregeln und Kommandos zu erlernen. Ein Hundetrainer hat in der Regel sehr viel Erfahrung und kann mit professionellen Tipps viel Hilfestellung dabei geben, den eigenen Hund besser zu verstehen.

Kompaktschulungen nicht für jeden Hund geeignet

Wenn der Hund das Welpenalter hinter sich gelassen hat, kann das weitere, regelmäßige Hundetraining natürlich nicht schaden. Der Hundebesitzer wird in eine höhere Gruppe versetzt, in die „Junghunde-Gruppe“. Für eine effektive Arbeit sollten in diesen Gruppen vorzugsweise nicht mehr als sechs Hunde trainieren.

Hier lernt der Hund anspruchsvollere Übungen (Leinenführigkeit, Abruf) zu meistern, immer mit seiner „Bezugsperson“ der Familie. Der Hund betrachtet die Familie als sein Rudel und hier ist es wichtig, dass er lernt, sich unterzuordnen und Gehorsam gegenüber dem Rudelführer zu zeigen. Es sollte beachtet werden, dass Hundeschulen, die nur größere Kompaktschulungen in Gemeinschaft mit anderen Hunden anbieten, vielleicht nicht für jeden Hund geeignet sind.

Besuch der Hundeschule schon vor Problemen ratsam

Weiterhin werden noch viele Spezialtrainings angeboten wie zum Beispiel „Anti-Giftköder-Training“, welches verhindern soll, dass der Hund Nahrung vom Boden aufnimmt, die eventuell vergiftet ist oder einfach nur ungesund für den Hundemagen.

Viele Hundebesitzer sehen leider die Notwendigkeit für den Besuch einer Hundeschule erst dann, wenn Probleme auftreten zum Beispiel wenn der Briefträger angefallen wird, Fahrradfahrer als Feinde angesehen werden oder jeder Vierbeiner gleichen Geschlechts angegangen wird.

Einzeltraining ist teuer

In solchen Fällen sollte man auf einen Hundetrainer zurückgreifen, der sich Zeit nimmt und sich nur mit dem Hund und dessen Herrchen intensiv beschäftigt. Dies ist nicht zuletzt eine Frage des Geldes, denn solche Einzeltrainings sind teurer – aber auch effektiv wenn es sich um die Behandlung eines „Problemhundes“ handelt.

Das Temperament, die Lernbereitschaft, die Lernfähigkeit und die Ausdauer ist bei jedem Hund anders. Dies hängt zum einen mit der Rasse des jeweiligen Tieres zusammen, zum anderen jedoch natürlich auch damit, dass jeder Hund sich von anderen seiner Rasse unterscheidet. Die Hundeschule bringt in dem Sinne was, dass diese Merkmale zur Kenntnis zum Vorschein erweckt werden, aber auch mit ihnen gearbeitet werden kann.

Wer sich einen Hund zulegen möchte, muss daran denken, dass er die nächsten zehn bis 15 Jahre, je nach Rasse, sein Leben mit dem Hund teilen wird und einen stetigen Begleiter hat. Hierfür ist es wichtig, dass man seinem Hund vertrauen kann und er seinem Herrchen!

von Janna Roolfs, 9. Klasse, Freie Waldorfschule Marburg


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