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Paten und Wohnungen gesucht

Begegnungscafé Paten und Wohnungen gesucht

Kirchhain bleibt für Flüchtlinge ein beliebter Wohnort. Dieses Fazit zogen Gordon Schneider und Helga Sitt zum ­Jahresausklang.

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Zum vorweihnachtlichen Begegnungscafé war das Kirchhainer Bürgerhaus am Donnerstagnachmittag wieder voll besetzt. Fotos: Matthias Mayer

Kirchhain. Der Kirchhainer Fachbereichsleiter Gordon Schneider, in dessen Obhut unter anderem das Ordnungsamt steht, engagiert sich nicht nur als Behördenleiter für die Flüchtlinge, sondern kümmert sich auch als Bürger um deren Anliegen. In der Stadt herrsche weiterhin ein flüchtlings­freundliches Klima, das die Neubürger aus den Krisenregionen der Welt zu schätzen wüssten.

Dementsprechend sei die Quote der Flüchtlinge, die dauerhaft in Kirchhain bleiben wollten, hoch. Im Grunde seien es fast ausnahmslos alleinstehende Studierende, die Kirchhain aus studientechnischen Gründen verlassen wollten. Dafür gebe es mehrere Flüchtlingsfamilien, die nach Kirchhain ziehen wollten, sagte Gordon Schneider am Rande des vorweihnachtlichen Begegnungscafés im voll besetzten Bürgerhaus.

Die Anziehungskraft der Stadt auf Flüchtlinge bringt aber auch ein Problem mit. Gordon Schneider schätzt, das derzeit rund 15 Flüchtlingsfamilien in eigenen Mietwohnungen lebten. Eine weitere Wohnung habe er jetzt an der Hand. Ansonsten sei der Wohnungsmarkt in der Stadt wie leergefegt, bedauerte Gordon Schneider, dass weiterhin Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften leben müssten.

Während des Begegnungs­­cafés war davon nichts zu spüren. Im von der Kirchhainer AWO und vom Kirchhainer DRK-Ortsverein festlich dekorierten Saal plauschten Kirchhainer Neu- und Altbürger angeregt miteinander bei Kaffee und Kuchen und orientalischer Musik, die zum Teil live gesungen und gespielt wurde. Um die vielen Kinder kümmerten sich derweil in bewährter Manier das Jukuz-Team und Henner Thielemann mit ihren Bastelangeboten.

Ergänzt wurde das Programm durch eine sehenswerte Ausstellung im Foyer. Während eines Gemeinschaftsprojekts der Kirchhainer Jugendförderung und der Volkshochschule des Landkreises hatten sich Jugendliche mit und ohne Flüchtlingsvergangenheit im Alter von 12 bis 20 Jahren mit dem schwierigen Thema Heimat beschäftigt und die fotografierten und geschriebenen Ergebnisse auf Postern präsentiert. Auf diesen fanden sich einige anrührende Texte und Fotos.

Für Helga Sitt, die seit der Gründung des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe im Mai 2014 dessen Motor ist, hat das Begegnungscafé nichts von seiner Bedeutung eingebüßt. „Hier bilden sich Freundschaften, hier ist der erste Anlaufpunkt für neu in die Stadt gezogene Familien, hier kommen oft Flüchtlinge und deren neue Paten zum ersten Mal zusammen“, sagte sie der OP.

15 bis 20 Paten kümmerten sich derzeit als Sprach- oder Familienpaten um Flüchtlinge. Das seien derzeit definitiv zu wenige ehrenamtliche Helfer, zumal jetzt junge Familien mit Babies in die Stadt gekommen seien, die für Arzt- und Behördengänge je einen eigenen Familienpaten benötigten, sagte Helga Sitt. Den wöchentlichen Zeitaufwand gab sie mit zwei bis sechs Stunden an. Üblicherweise verabredeten sich die Familien und ihre Paten jeweils für einen bestimmten Wochentag. Vor Sprachbarrieren müsse niemand Angst haben. Für schwierige Fälle stünden Dolmetscher bereit, deren Handy-Nummern allen Familien bekannt seien, erklärte Helga Sitt.

Wer als Pate helfen möchte, kann sich bei Helga Sitt melden:helga_sitt@web.de

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