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Konzept nicht nur für Sehbehinderte „Die Schutzpolizei hat mehr Action“

Elisabethschule Marburg „Die Schutzpolizei hat mehr Action“

Die Arbeit eines Polizisten ist sehr vielfältig. Seit 
über 30 Jahren ist Jürgen Schlick schon bei der 
Polizei und war auch als Kriminalpolizist tätig.

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Der Pressesprecher der Marburger Polizei, Jürgen Schlick, hat über seinen Werdegang und den Arbeitsalltag erzählt.

Quelle: Piplies

Marburg. Drei Schülerinnen der Elisabethschule haben den Pressesprecher Jürgen Schlick Fragen über das Leben als Polizist gestellt.

Schüler: Beschäftigen Sie die Fälle, mit denen Sie hier zu tun haben, auch im Privatleben?
Jürgen Schlick: Jetzt nicht mehr, seitdem ich auf der Presse­stelle bin. Ich habe vorher bei der Kriminalpolizei, im Bereich Gewaltdelikte, gearbeitet und habe mich da hauptsächlich um Fälle sexueller Missbrauch von Kindern beschäftigt. Da nimmt man schon mal manche Vorfälle mit nach Hause, wenn man selber Kinder hat. Das ist so. Aber im Endeffekt muss man versuchen, was das angeht, eine dicke Haut zu bekommen. Wenn man das alles an sich ranlassen würde, wäre das nicht gut für die Psyche.

Schüler: Wie gehen Sie damit um?
Schlick: Meistens durch Sport, ich habe das rausgelaufen.

Schüler: Wie lange dauert die Ausbildung zum Polizisten?
Schlick: Grundsätzlich drei Jahre, im Rahmen eines Studiums Bachelor of Arts. Das hieß damals noch Diplom-
Verwaltungswirt. Nach dem Studium geht man dann direkt 
raus in den polizeilichen Einzeldienst, da fängt man bei der Schutz– oder Kriminalpolizei an.

Schüler: Wie sieht der Tagesablauf eines Polizisten aus?
Schlick: Je nachdem. Hier bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bedienen wir die Medien mit Nachrichten, was im Landkreis passiert. Der Schutzpolizist arbeitet grundsätzlich im Schichtdienstbetrieb. Der Tagesablauf hängt von den einzelnen Einsätzen, die bei uns reinkommen, ab; und da kann es auch mal sein, dass sich die Arbeit überschlägt. Das kann vom normalen Unfall bis über schwerste Unfälle und Einbrüche sein. Deshalb ist der Beruf interessant, weil man eigentlich nie weiß, was an dem Tag passiert. Im Gegensatz zur Schutzpolizei verbringt die Kriminalpolizei einen großen Teil ihrer Arbeitszeit im Büro, das heißt, sie haben Akten zu bearbeiten, müssen Zeugen und Beschuldigte vernehmen, Untersuchungsanträge schreiben und haben ständigen Kontakt mit der Staatsanwaltschaft. Bei der Kriminalpolizei findet 60 bis 70 Prozent der Arbeit am Schreibtisch statt. Die Schutzpolizei hat da mehr Action.

Schüler: Viele Kinder wollen ja Polizist werden. Wie war das bei Ihnen? Wie sind sie dazu 
gekommen?
Schlick: Ich fand es schon immer interessant und ich hatte 
auch diesen Helfergedanken. 
Vor über 30 Jahren habe ich mich bei der Polizei beworben und wurde angenommen.

Schüler: Wie sieht es aus, wenn man Polizist ist und Familie hat?
Schlick: Das ist kein Problem, aber man muss sein Privatleben schon ein Stück weit umstellen. Im Schichtdienst arbeiten die Kollegen schon an drei von vier Wochenenden, das heißt, wenn andere Freizeit haben, ist der Papa in der Arbeit.

Schüler: Kommt es vor, dass Polizisten gemerkt haben, der Beruf ist nichts für sie und sie sind damit überfordert?
Schlick: Wie in jedem anderen Beruf gibt es das natürlich auch bei uns, das sind aber nur wenige Fälle. Die Bandbreite der Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Polizei ist so groß, dass man auch eine Möglichkeit findet, in einem anderen Bereich, in dem der Kollege dann nicht so stark belastet wird bzw. ihm die Arbeit Spaß macht, zu arbeiten. Es gibt auch die Möglichkeit, 
an Jugendverkehrsschulen der Polizei mit Kindern zu arbeiten, präventiv tätig zu werden. Kinder auf den Straßenverkehr vorzubereiten ist ja wieder eine 
ganz andere Aufgabe, als draußen im Streifenwagen zu arbeiten. Es kündigen aber nur ganz wenige.

von Lara Mroß, Julienne Quandt und Alina Schlosser, Klasse 8c, 
Elisabethschule Marburg

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