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Mit viel Spaß an der Sache

Oberhessische Presse bewegt Mit viel Spaß an der Sache

Wie lässt man sich auf ein Zehn-Kilometer-Laufabenteuer ein, ohne die Motivation zu verlieren? Die OP-Teams für den Ahrens Stadtlauf zeigen, wie es geht.

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„Es macht so viel Spaß!“

Trainer Dennis Hörr spornt sein Team beim Lauftraining an.

Quelle: Ingmar Hirt

Marburg. Wer möchte nicht gern eine Sportskanone sein, etwas für seinen Körper tun und sich auch so ausgeglichen fühlen wie ein Sportler? Doch dafür muss man sich mehrmals in der Woche zum Training „aufraffen“, Disziplin beweisen und sich immer wieder neu motivieren.

Die insgesamt 18 OP-Läufer, die am 29. September zehn Kilometer beim Ahrens Stadtlauf zurücklegen möchten, haben sich vor mehreren Wochen dieser Aufgabe gestellt. Warum noch alle mit Freude dabei sind? Zunächst, weil sie ein Ziel vor Augen haben: im September nach zehn Kilometer Laufen die Ziellinie des Ahrens Stadtlauf zu erreichen.

Dennis Hörr, Trainer im move, weiß: „Für die Motivation beim Laufen ist es am wichtigsten, sich von Anfang an realistische Ziele zu setzen.“ Mit der Unterstützung der Personal Trainer aus den drei Fitnessstudios Physicum, vita fitness und move Sportwelt arbeiten die Teams Best Ager, Junge Mütter und Einsteiger systematisch auf dieses Ziel hin. Vita-fitness-Trainerin Esther Kracht sieht bei ihrem Team keine Probleme: „Generell haben sie keine Schwierigkeiten, sich zu motivieren, da alle froh sind, wieder angeleitet Sport machen zu können.“ Die Besonderheit an dieser Gruppe, die Esther Kracht aus eigener Erfahrung kennt: „Leider kann es frustrierend sein, eine Einheit absagen zu müssen, weil das Kind gerade einfach nur zur Mama will. Da muss man leider durch!“

Abwechslung spornt an

Wichtig ist es, die eigenen Fortschritte zu sehen. „Läufer im Training sollten die eigenen Erfolge, und seien sie noch so klein, dokumentieren. Jedes Etappenziel muss dabei mindestens innerlich gefeiert werden“, rät Dennis Hörr. So entsteht erst gar kein Tiefpunkt, auch während längerer Trainingsphasen.

„Wenn man dennoch in eine Tiefphase rutscht, sollte man sich seine Ziele vor Augen führen“, erklärt Dr. Carsten Busch, Arzt für das Team Best Ager. „Der größte Gegner ist das eigene Ich. Da sich aber jeder selbst am Besten kennt, hilft es, sich seine Stärken vor Augen zu führen, sie zu nutzen und daran festzuhalten."

Alle drei Teams versuchen zusätzlich Abwechslung in ihre Einheiten zu bringen. Die Trainingspläne sehen einmal in der Woche ein individuell ausgesuchten Sport vor wie zum Beispiel Spinning. „Es darf nicht immer dasselbe Training sein. Es kann hilfreich sein, auch einfach mal eine andere Laufstrecke auszuprobieren“, sagt Hörr.

Dem Trainer wird eine bedeutende Rolle bei der Motivierung seiner Schützlinge beigemessen. Sie sollten Fortschritte erkennen können und auch anfeuern und loben. „Das kann auch das private Umfeld des Trainierenden unterstützen. Lob ist ein wichtiges Element zum Durchhalten“, sagt der Leiter des Physicum Volker Kopp.

Esther Kracht meint, dass Trainer auch Vorbilder sein können. Lauftrainer Jan Schmidt hat dem OP-Team Junge Mütter vorgemacht, was man mit effektiven Training erreichen kann – er ist einen Halbmarathon unter 1 Stunde 30 Minuten gelaufen. Und Dr. Busch hat vorbildlich den Iron Man in Roth bezwungen. Was jedoch dauerhaft zu guten Leistungen im Sport führt ist ganz einfach: Spaß an der Sache. Und die OP-Teams haben keine Schwierigkeiten, sich für das Laufen zu begeistern. Bessere Voraussetzungen für den Erfolg kann es nicht geben.

Ahrens-Tipp: Wie erhalte ich meine Motivation?

Armin Schmidt von der Sportabteilung Ahrens verrät einige Tricks, die Anfängern helfen, ihre Motivation zu erhalten: „Die Leute sollten sich immer wieder die vielen positiven Effekte des Lauftrainings bewusst machen. Laufen ist das wirkungsvollste Herz-Kreislauf-Training, stärkt das Immunsystem, hilft beim Abnehmen, beim Stressabbau und vielem mehr. Außerdem ist es sinnvoll, beim Training eine Routine zu entwickeln - also immer an den gleichen Tagen und zur gleichen Zeit zu laufen. Wer sich zum Laufen mit einem Trainingspartner verabredet, wird auch nicht so schnell absagen. Und das allerwichtigste: realistische Ziele setzen und sich nicht selbst demotivieren.“

Autor: Chrissanthi Nikolakudi

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