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Mit den richtigen Schuhen durch die Zielgerade laufen

Ahrens stattet OP-Teams mit Laufschuhen aus Mit den richtigen Schuhen durch die Zielgerade laufen

Das Kaufhaus Ahrens hat die Läufer der drei OP-Teams eingeladen, sich eine Profiausrüstung für den Stadtlauf im September auszusuchen.

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Mitten im Training

Die 18 Teilnehmer, die in den drei OP-Teams beim Stadtlauf antreten, sind perfekt für ihren Trainingsauftakt in der kommenden Woche gerüstet. Mit dem richtigen Laufschuh schonen sie ihre Gelenke und können ihren eigenen Laufstil entwickeln.  Fotos: Ingmar Hirt

Von Chrissanthi Nikolakudi

Beim Laufen müssen die Fußgelenke das Zwei- bis Dreifache des eigenen Körpergewichts abfangen. Was kann die Schritte abfedern und ist somit das wichtigste Utensil eines Joggers? Ganz richtig: sein Laufschuh!
Aus diesem Grund darf es den drei sechsköpfigen OP-Teams, die kommende Woche mit dem Training beginnen, nicht an der richtigen Ausrüstung für den 31. Ahrens Stadtlauf am 29. September fehlen. Das Kaufhaus Ahrens sponsert den 18 Läufern den passenden Laufschuh, mit dem möglichst alle Teilnehmer am Ende des Zehn-Kilometerlaufs durch die Ziellinie preschen sollen. Der Sportausstatter stellte den teils noch ungeübten Joggern sein kompetentes Beratungs-Team zur Seite. Armin Schmidt, Nikolas Gocht und Diane Enderlein haben allen OP-Läufern zu einem perfekt sitzenden Joggingschuhe verholfen.

Viel Zeit beim Kauf eines Laufschuhs einplanen
Obwohl Heike Schick aus dem OP-Laufteam „Sporteinsteiger“ die selbst für kleine Frauen ungewöhnlich winzige Schuhgröße 35 trägt, hat sie innerhalb weniger Minuten einen perfekt sitzenden Trainingsschuh ihr Eigen nennen können. „Es gab tatsächlich nur ein Paar in meiner Größe vorrätig und das hat dann aber auch gepasst“, freut sich die 49-Jährige, die dann umso mehr Zeit hatte, Laufklamotten wie Trainingshosen und Shirts im Kaufhaus anzuprobieren, die die angehenden Stadtläufer vergünstigt von Ahrens bekommen. Ähnlich ging es Architektin Anne-Kathrin Zahnwetzer aus dem Team der jungen Mütter: „Angezogen, rumgelaufen, wohlgefühlt.“
So einfach wie bei ihr und Heike Schick ist es in der Regel aber nicht, den richtigen Schuh zum Laufen zu finden. Erst recht nicht für Teamkollege Tobias Stuhlmann, der mit einer sagenhaften Schuhgröße von 47 zu kämpfen hat. Für ihn ist es immer schwierig, Schuhe einzukaufen, aber „bei Laufschuhen ist es besonders schwierig“, lacht der Laufeinsteiger noch zu Anfang, als er gerade mal das zweite Paar Schuhe anprobiert hatte.
Wer professionelles Lauftraining wie die Stadtlauf-Kandidaten betreiben möchte, aber auch jeder, der nur für sich ein bisschen Joggen möchte, sollte in jedem Fall ein Fachgeschäft aufsuchen und sich beim Kauf der richtigen Laufschuhe beraten lassen. Fachverkäufer Armin Schmidt aus der Sportabteilung Ahrens fragte unsere Stadtläufer als aller erstes, ob sie eine Fußfehlstellung haben und inspizierte dabei auch gleich ihre Schuhsohlen nach Anzeichen dafür.
Nachdem er herausgefunden hatte, dass Tobias Stuhlmann – zu dieser Zeit schon sieben Paar anprobiert und immer noch auf der Suche nach einem Paar Laufschuhe in Größe 47 – wegen einer leichten Fehlstellung einen Schuh mit Stabilisierung an der Innenseite benötigt, konnte der 33-Jährige ein wenig aufatmen: „Jetzt geht es langsam in die Zielgerade.“
Welche Technik im Schuh eingebaut ist, ist bei der Auswahl des richtigen Schuhs ebenfalls von Bedeutung. Es gibt Markenhersteller, die mit dem Dämpfungsmaterialien Gel, Luft oder auch Gas arbeiten. Da muss jeder Läufer ausprobieren, was für ihn den besten Tragekomfort ausmacht. Anja Neßwetha, die von Ahrens Verkäuferin Diane Enderlein beraten wurde, war zum Beispiel sehr überrascht, dass diese einen asics-Schuh als perfekt sitzenden Laufschuh für sie gefunden hatte, der mit Gel gefüllt ist. „Ich bin sonst immer mit Brooks gelaufen“, die eine besondere Flüssigkeit zur Abfederung verwenden.
Um den Tragekomfort zu testen, hat Hans Rösels Methode eine gute Wirkung gezeigt. Als der 74-Jährige aus der Best-Ager-Gruppe dachte, dieser Schuh könnte es sein, hat er ihn sehr lange am Fuß getragen und ausprobiert und sich sogar kurzerhand zu einem kleinen Testlauf den Gang hinunter hinreißen lassen. Sollten ihm nach diesem Test und den andern 17 Läufern die Schuhe beim Training doch nicht komfortabel erscheinen, weil zum Beispiel die Federung zu weich oder hart ist, dann dürfen sie die Schuhe zurückbringen und ein anderes Modell testen. Nach diesem Service sollten Käufer immer fragen, denn sie schaden unter Umständen ihren Gelenken und Füßen, wenn sie in den falschen Schuhen trainieren.
Wer sich die benötigte Zeit genommen hat und trotzdem nach einer langen Beratung noch nicht den geeigneten Schuh gefunden hat, der sollte eine Laufbandanalyse in Erwägung ziehen. Diese Methode deckt Abweichungen des Laufstils auf und verrät, ob zum Beispiel Einlagen im Schuh getragen werden sollten.
Im Falle von Tobias Stuhlmann war eine Laufbandanalyse  nicht nötig. Unter den unzähligen Paar Laufschuhen, in die er geschlüpft ist und die sich rings um ihn türmten, war doch tatsächlich der eine perfekte dabei, der wie angegossen passte. Woran es gehapert hat? In Laufschuhen braucht man meist eine oder eine halbe Nummer größer. Tobias Stuhlmann ist also mit einem Schuh in Größe 47,5 mit einem Lächeln im Gesicht aus der Sportabteilung des Kaufhaus Ahrens spaziert: „Es ist vollbracht.“

Informationen

Beim Kauf eines Laufschuhs sollte viel Zeit eingeplant werden.
Jeder Markenhersteller benutzt ein anderes Dämpfungsmaterial
im Schuh wie zum Beispiel Gel, Luft oder Gas. Es sollten mehrere
Techniken ausprobiert werden, um die richtige für sich zu finden.
Brauche ich einen stabilisierenden Schuh? Der Fachverkäufer
wird es anhand einer getragenen Schuhsohle erkennen können. Man
kann auch seine abgetragenen Laufschuhe zur Anprobe mitbringen.
Eine Laufbandanalyse gibt genauen Aufschluss.
Das subjektive Gefühl des Trägers ist letztendlich endscheidend.
Deswegen sollte er den Schuh so gut wie möglich im Fachgeschäft
testen und auch  damit herumlaufen.

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