Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Der Startschuss ist gefallen

OP-Laufteams Der Startschuss ist gefallen

Mit der Unterstützung der OP starten drei Teams mit dem Training für den Ahrens Stadtlauf.

Voriger Artikel
„Wir werden fit“
Nächster Artikel
Mit den richtigen Schuhen durch die Zielgerade laufen

Lars Happel (links), Geschäftsführer des vita fitness, begrüßte das OP-Laufteam „Junge Mütter“, das in seinem Hause trainieren wird.(von links) Lisa Henning, Anna Heller, Anne-Kathrin Zahnwetzer, Helena Hullmann, Antje Bendix, Karin Nemeti, Jan Schmidt und Esther Kracht.

Quelle: Franziska Wagner

Marburg. Egal, ob sie zu den Anfängern gehören, zu den Frauen, die sich nach einer Geburt wieder fit machen wollen oder Wiedereinsteiger im besten Alter sind – sie alle wollen sich beweisen, dass sie es schaffen können. Die Teilnehmer der drei OP-Laufteams haben sich fest vorgenommen, die zehn Kilometer beim Ahrens Stadtlauf am 29. September mitzulaufen.
Damit alle Kandidaten der drei Teams im September erfolgreich durch die Ziellinie an der Universitätsstraße laufen können, stellt die Oberhessische Presse den Läufern professionelle Hilfe zur Seite. Drei Marburger Fitnessstudios betreuen jeweils ein Team mit Laufcoaching, Fitnesstraining und Ernährungsberatung. Die angehenden Zehn-Kilometer-Stadtläufer sind sich einig: „Es ist viel einfacher diese Herausforderung gemeinsam im Team anzugehen als alleine. Deshalb haben wir uns beworben.“  

Team Junge Mütter

Das Gesundheitszentrum vita fitness Am Krekel hat sechs junge Frauen, keine über 35, aus allen Bewerberinnen ausgewählt, in ihren Räumlichkeiten mit Personal Coaches für den Ahrens Stadtlauf zu trainieren. Jan Schmidt, Fitness- und Personaltrainer bei vita fitness und den OP-Lesern bereits aus dem OP-Team zum Stadtlauf im vergangenen Jahr bekannt, betreut gemeinsam mit der studierten Sportwissenschaftlerin Esther Kracht das Training der Kandidatinnen. Lisa Henning, Anna Heller, Anne-Kathrin Zahnwetzer, Antje Bendix und Karin Nemeti
haben als junge, trainierende Mütter die besten Voraussetzungen im Gesundheitszentrum. Ihre Trainerin Esther Kracht ist wie sie ebenfalls gerade Mutter geworden und weiß genau, mit welchen Problemen diese Gruppe zu kämpfen hat und wo sie beim Trainingsplan ansetzen muss. Dass alle noch privat gelaufen sind, bevor sie Kinder bekamen und jetzt teilweise noch unregelmäßig laufen, schafft für die Trainer eine gute Basis. Außerdem ist im vita fitness für die Kinderbetreuung nicht nur während der normalen Kita-Öffnungszeiten gesorgt, sondern immer dann, wenn eine
aus dem OP-Team trainieren möchte. „Die Trainingseinheiten, die wir gemeinsam im Team angehen, aber auch jeder für sich alleine, sind sehr wichtig für die Läuferinnen. Da soll es an der Organisation nicht scheitern“, sagt vita-fitness-Geschäftsführer Lars Happel und hält für die Damen ein Trainingsstarter-Paket mit Trinkflasche und Handtuch bereit, damit sie zu ihrer ersten Trainingsstunde direkt durchstarten können. Esther Kracht und Jan Schmidt planen die nächsten Wochen bis zum Stadtlauf im September eine feste Trainingseinheit pro Woche in der Gruppe durchzuziehen, in der eine Kombination aus Kraft und Ausdauer trainiert wird. An den weiteren ein bis zwei Trainingstagen in der Woche soll jeder Läufer seinem individuellen Trainingsplan folgen, der für jede Kandidatin persönlich ausgearbeitet und erstellt wird.  „Dazu erfassen wir den aktuellen Leistungszustand der Frauen mithilfe eines Polartests, um dann zu schauen, wie wir sie in der vorgegebenen Zeit ans Ziel bringen können“, sagt Coach Jan Schmidt.

Team Einsteiger

Die Anfänger-Läufer, die im Fitnessstudio move für den Ahrens Stadtlauf trainieren, sind nicht weniger motiviert und ambitioniert, den Lauf erfolgreich zu absolvieren, als die Mütter aus dem Team vita fitness. Anja Neßwetha zum Beispiel hat sich selbst zum Ziel gesetzt, den Stadtlauf unter einer Stunde zu bezwingen. „Einmal im Leben einen Marathon laufen“, schwärmt die 42-Jährige. Sie hat ihr nächst höheres Ziel nach dem zehn-Kilometer-Stadtlauf schon abgesteckt. Sabine Sell ist ebenfalls noch nie
regelmäßig gejoggt und will das jetzt ändern: „Ich will mir beweisen, dass ich das kann.“ Die 47-Jährige Kontoristin möchte nicht irgendwie durchs Ziel kommen, nein, sie gibt sich dafür ebenfalls weniger als eine Stunde Zeit. Damit die Einsteiger-Läufer dies im Team schaffen, hat sich das move einen straffen Trainings- und Zeitplan für seine Schützlinge ausgedacht. Das Lauftraining soll an zwei Tagen in der Woche stattfinden, in denen einmal mit Trainer und einmal ohne Trainer individuell gelaufen wird. In einer weiteren wöchentlichen Trainingseinheit arbeiten die Team-Mitglieder an ihrer Fitness mithilfe des Milonzirkeltrainings. Hier stehen verschiedene Geräte und Übungen zur Auswahl, mit denen die Einsteigersportler Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordina-
tion trainieren. Trainer Kai Rabe möchte sogar an zwei festen Terminen in der Woche das Laufen, Grundkraft und Ausdauer mit seinen Anfängern trainieren, weil sie noch ihren eigenen Laufrhythmus finden müssen. An einem weiteren Trainingstag in der Woche sollen sie sich sportlich austoben dürfen und auch mal einen Fitnesskurs wie zum Beispiel Yoga aussuchen.

Team Best Ager

Während das Fitnessstudio "move" einen kurzfristigen Trainingsplan immer für die Dauer von vier Wochen für sein Team erstellt, wird das Physicum sogar alle zwei Wochen einen neuen Plan für die reifen Läufer ausarbeiten, damit sie genauer auf Veränderungen und Fortschritte eines jeden Einzelnen eingehen kön-
nen. „Wer weiß, vielleicht entwickelt sich einer im Team so gut, dass wir ihm sogar ein Intervalltraining zutrauen könnten“, sagt Wirbelsäulenspezialist und leidenschaftlicher Läufer Dr. Carsten Busch, der dem Team Physicum als begleitender Arzt zur Seite steht. Die Läufer im besten Alter ab 55 Jahren sind vorab von Dr. Busch gescreent worden und zu chronischen Erkrankungen und Sportverletzungen befragt worden. Geschäftsführer des Physicum Jaczek Sufczynski und der Trainer Volker Kopp haben allen Kandidaten zusätzlich einen Leistungscheck auf dem Fahrrad zugemutet und haben allesamt für tüchtig erklärt, das Training gemeinsam im Team anzugehen. Vor allem die motivierenden Sätze von Dr. Busch, wie: „Sie würden
das auf jeden Fall schaffen“, haben die Kandidaten weiter angeheizt. „Wenn ich am Ende dieses Trainings die zehn Kilometer tatsächlich laufen kann, dann wär das großartig für mich“, freut sich Martina Deutsch. Der älteste Bewerber für „Wir werden fit!“ und für die Gruppe Best Ager ist der 74-jährige Hans Rösel, der in jüngeren Jahren bereits 14 Marathons gelaufen ist. Was Lauftechnik und Erfahrung angeht, kann ihm also keiner so schnell etwas vormachen. Dementsprechend anders gewichtet er sein Ziel für den Stadtlauf: „Neben der Teilnahme möchte ich einfach noch fünf Kilo abnehmen“, sagt der frühere Verwaltungsbeamte.

von Chrissanthi Nikolakudi

  • Weitere Infos zu den Laufteams gibt es im Internet auf www.op-marburg.de/bewegt
Voriger Artikel
Nächster Artikel