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Ein unvergleichliches Wettkochen

2. Entscheidung ist gefallen Ein unvergleichliches Wettkochen

Die deutsche Hausmannskost ist den Kandidatinnen Kathrin Müller und Gabi Becker geschmacklich und optisch gut gelungen

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Anna McLoon, Nuria Gomez Santos, Gabi Becker und Kathrin Müller haben vergangenen Samstag ihr Drei-Gänge-Menü vorbereitet. (Von links): Franziska Wagner, Anette Stöcker, Friedhelm Conrad, Christian Stöcker, Kathrin Mül-ler, Ina Poitzmann-Mews, Roger Schnei-der, Gabi Becker, Ro- land Reuss, Anna Mc-Loon, Jochen Stöcker, Nuria Gomez Santos und Sarah Stöcker.

von Chrissanthi Nikolakudi
Die beiden Menüs waren kaum miteinander zu vergleichen – sie hätten unterschiedlicher nicht sein können“, sagte Küchenchef Roland Reuss bei der 2. Vorrunde des Wettbewerbs OP-Küchenstars. Aber genau deswegen hat er die gegensätzlichen Gerichte ausgewählt und das machte auch den besonderen Reiz des Wettkochens am vergangenen Samstag aus: Die deutsche Hausmannkost, vertreten durch die Freundinnen aus dem Hinterland Gabi Becker und Kathrin Müller, musste gegen die spanische, kanadische und – kurzum – internationale Küche von Nuria Gomez Santos und Anna McLoon antreten.
„Ich lese abends Kochbücher, wie andere Romane“, sagt Gabi Becker, die eine stolze Sammlung von etwa 300 Exemplaren in ihren Bücherregalen hat. Aus den feinen Rezepten stellte sie gemeinsam mit ihrer Teampartnerin Kathrin Müller ein Drei-Gänge-Menü zusammen, sie fügten noch ihre eigene Note und geschmacklichen Vorlieben hinzu und servierten der Jury ein Menü aus Kartoffel-Birnen-Taschen mit Quitte und Pfefferkrokant auf Salat, im Hauptgang Rindsrouladen mit Kartoffel-Speck-Füllung, Krautgemüse und gebratenen Kartoffelblättern. Das Thema „Alles Tolle aus Knolle“ hatten sie damit variationsreich, kreativ und vor allem lecker auf den Tisch gebracht.
Ihre größte Heraus-forderung bestand darin, das Dessert in nur zwei, statt in den vom Rezept vorgesehenen drei Stunden, runterzukühlen, um es anschließend stürzen zu können. Das dreima-lige Probekochen, mit dem die Frauen aus Bad Endbach sämtliche Fami-lienmitglieder im Vorfeld des Kochwettbewerbs glücklich gemacht hatten, erwies sich da als große Hilfe: Sie kühlten die Hagebuttencreme in vielen kleinen Schälchen, statt in einer großen Form runter und erreichten in der vorgegebenen Zubereitungszeit die gewünschte Konsistenz der Creme, die sie noch mit Preiselbeersauce verzierten. „Normalerweise kochen wir zu Hause für unsere Familien nicht so aufwendig, aber wenn Feste anstehen, machen wir das beide sehr gerne“, sagt Kathrin Müller.
Die Mikrobiologinnen Nuria Gomez Santos und Anna McLoon suchten sich für ihr Drei-Jahreszeiten-Menü Speisen aus ihrem täglichen Leben aus: „Es ist total schön und macht Spaß, die Gerichte, die ich sonst täglich zu Hause mache, in so einer anderen Umgebung und unter anderen Voraussetzungen zu kochen“, sagte die Amerikanerin Anna McLoon. Die beiden Kochteams waren am vergangenen Wochenende zu Gast bei Küchen Stöcker in Breidenbach und durften an zwei angeschlossenen Ausstellungsküchen ihre Speisen zubereiten. Die Salmorejo Cordobes, eine kalte spanische Tomatensuppe, die mit einer Tortilla de Patatas zusammen serviert wurde, befand die Jury für „eine gelungene Kombination“. Die rund 50 Zuschauer vergaben den Publikumspreis für das leckerste Gericht an die Kartoffeltasche von Kathrin Müller und Gabi Becker. Für die zwei Freundinnen reichte auch insgesamt die Punkt-zahl von 164 aus, um in der Vorrunde zu siegen und am 21. September ins Finale einzuziehen. Kathrin Müller freute sich am meisten, als der letzte Gang an die Jury rausging: „Es ist nichts angebrannt. Der Nachtisch ließ sich stürzen. Und überhaupt, ist nichts Schlimmes passiert. Wir sind glücklich!“

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