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THEMA DER WOCHE

Reaktionen auf Pohl-Interview THEMA DER WOCHE

Die alten Reflexe

Marburg. Pohl polarisiert: DVAG-Vorstandschef Dr. Reinfried Pohl sprach im OP-Interview Klartext und rief damit eine Reihe von unterschiedlichen Reak­tionen hervor. Die Polarisierung wird durch die Reaktion der Linken am deutlichsten. Reflexartig wird das alte Feindbild hervorgeholt. Dafür werden pauschale Behauptungen und unterschiedliche Themen in einen Topf geworfen. Die Stadt habe das „große Geld“ nicht nötig, müsse nicht vom „Dornröschenschlaf geweckt“ werden, sondern lebe „vom Fleiß und Ideenreichtum ihrer arbeitenden Menschen“, sagen die Linken. Wo bitte leben wir denn? Wenn der Stadt das Geld reicht, sollte sie dann auf jegliche Fördermittel, Sponsoren und Geschenke verzichten? Sind die Spenden eines reichen Bürgers oder Mittelständlers ethisch in Ordnung, die eines superreichen Unternehmers aber anrüchig? Ohne Spenden wären viele kulturelle Projekte nie verwirklicht worden. Wer meint, die Ökonomie habe keinerlei Einfluss auf politische Entscheidungen, ist schlicht weltfremd. Weil das nunmal so ist, sollte die Politik transparent und stets genau agieren - ob bei Parteispenden oder Förderprojekten. Letztendlich bestimmt allein das Stadtparlament über große Bauvorhaben, den Verkauf städtischer Grundstücke oder die Gewerbesteuer. Das ist Demokratie und keine Herrschaft der Superreichen.von Anna Ntemiris

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