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Der Sportplatz bleibt Sportplatz

Thema der Woche Der Sportplatz bleibt Sportplatz

Der VfB Marburg hat sich die Chance auf einen Neuanfang bewahrt - mehr nicht.

Marburg. Die Mitgliederversammlung hat dem einzig realistischen Vorschlag zugestimmt: Verkauf des Platzes an die Stadt, Ablösung der Bankschulden und ein Konzept zur Begleichung der Schulden an private Gläubiger. Sportplatz und Umkleidekabinen können weiter vom Verein benutzt werden. Investoren, die den Platz übernehmen wollten in der Hoffnung, er werde irgendwann Bauland, haben das Nachsehen - und das ist gut so. Man stelle sich die öffentliche Wirkung vor, wenn der Verein sein Sportgelände zu einem Spekulationsobjekt macht.

So ehrenhaft auch die Motive einzelner sein mögen: Wenn ein Verein seinen Sportplatz zu Bauland macht und dann bei der Stadt nach einer neuen Bleibe schreit, ist das schlicht nicht nachvollziehbar. Für die Schulden, die der VfB Marburg angehäuft hat, kann keiner etwas - nur der Verein selbst.

Wenn die Chance zum Neuanfang genutzt werden soll, muss nicht nur der scharfe Sparkurs durchgehalten werden, der dem Verein, realistisch betrachtet, sportlich wenig Entwicklungsperspektiven lässt. Es braucht einen personellen Neuanfang, der überzeugt: Die künftigen Macher müssen für den neuen Kurs stehen, der nur heißen kann: Kleckern statt klotzen. Vorsitzender Dietrich Möller hat ohnehin angekündigt, nach Abschluss des Kaufvertrags mit der Stadt nicht mehr für ein Vorstandsamt zu kandidieren. Besonders in der Pflicht sind die Mitglieder der Verhandlungsgruppe, die den Mitgliedern den Weg zu der gefundenen Lösung aufgezeigt haben. Jetzt sind Manager gefragt. Leute vom Fach, die nur das ausgeben, was der Verein einnimmt, und die vor allem eines ausstrahlen: Seriösität.

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