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An einen Tisch!

Standpunkt An einen Tisch!

Ja. Bürgermeister Weber hat recht, wenn er die prozentuale Berechnung der Verwaltungskosten für die Kitas durch die Kirche kritisiert. Das ist nicht nur ihm nicht transparent genug. Ja: Die Kirchenvertreter fordern zu Recht Vertrauen ein. Wer seine Kinder in ihre Obhut gibt, sollte sie nicht zugleich öffentlich so behandeln, als ob sie die Gemeinde finanziell ständig über den Tisch ziehen wollten.

Fronhausen. Der Weg, Meinungsverschiedenheiten auszutragen oder Vertragsinhalte (neu) zu verhandeln, führt aber nur über den Dialog, von Angesicht zu Angesicht. Der Wille dazu ist beim Bürgermeister bislang nicht zu erkennen. Und die Kirche betont zwar ihre Gesprächsbereitschaft, bleibtjedoch ebenfalls Antworten schuldig.

Zwischen den Stühlen sitzt das Parlament. Es kann aber nicht die Aufgabe ehrenamtlicher Mandatsträger sein, den Geröllhügel abzutragen, den hauptamtliche Akteure zwischen sich aufgetürmt haben. Die Erhöhung der Kindergartengebühren vergangenes Jahr hatten letztlich zwar die Gemeindevertreter zu beschließen. Grund dafür ist aber ein ungelöster Konflikt, den Gemeindevorstand und Kita-Träger vor sich her schieben - und endlich angehen sollten.

von Michael Agricola

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