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1531 Stunden für die Allgemeinheit

Freiwillige Feuerwehr 1531 Stunden für die Allgemeinheit

Bei der Jahreshauptversammlung der Neustädter Feuerwehr wurde deutlich, mit welch großem ehrenamtlichen Einsatz sich Männer und Frauen für die Allgemeinheit engagieren.

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Beförderte Einsatzkräfte und geehrte Mitglieder stellten sich gemeinsam zum Foto. Foto: Klaus Böttcher

Neustadt. Es waren im vergangenen Jahr 1 531 Stunden, die von den Frauen und Männern der Feuerwehr bei den unterschiedlichsten Einsätzen, bei den Übungen oder während der Schulungsabende geleistet wurden. „Von uns wird professionelle Hilfe erwartet, dazu müssen wir üben“, verdeutlichte der Wehrführer Wolfram Streichert die Arbeit, die hinter der Einsatzfähigkeit der Feuerwehr steckt.

Streichert berichtete von 47 Einsätzen im Jahr 2015, die nicht zuletzt auch die körperliche Fitness der 47 Männer und sechs Frauen der Einsatzabteilung gefordert hätten. Deshalb werde auch gemeinsam Sport getrieben im Mengsberger Hallenbad und in der Sporthalle. Für den Sommer sei das Ablegen des Sportabzeichens geplant.

Streichert verdeutlichte die Wichtigkeit der Teilnahme an Lehrgängen auf Kreisebene oder an der Landesfeuerwehrschule. Hierfür wurden 2015 allein 520 Stunden investiert. Leider sinke die Bereitschaft der Arbeitgeber, die Einsatzkräfte der Feuerwehr für diese Ausbildungen freizustellen. „Hier ist die Politik gefordert“, betonte der Wehrführer. Er stellte heraus, dass die Wehr 24 Atemschutzgeräteträger in ihren Reihen habe, die regelmäßig übten und untersucht werden müssten. Ihre Arbeit erfordere körperliche Fitness und Mut.

Ein Dutzend Brände und zwei schwere Unfälle

Zu den 47 Einsätzen, die Streichert aufzählte, gehörten sehr viele Brandsicherheitsdienste bei diversen Veranstaltungen. Es waren rund ein Dutzend Brände verschiedener Art zu bekämpfen. Die Feuerwehr wurde vier Mal zu Verkehrsunfällen gerufen, unterstützte Rettungsdienste, half der Polizei bei der Aufnahme von Chemikalien, öffnete Türen, half beim Wasserschaden in einem Markt, pumpte eine überflutete Bahnunterführung leer oder befreite eine eingeklemmte Katze. Für die 47 Einsätze, zu denen auch zwei Fehlalarme gehörten, wurden 926 Stunden aufgebracht. „Unsere Feuerwehr ist sehr engagiert und immer einsatzbereit“, lobte Streichert seine Kameradinnen und Kameraden abschließend.

Derzeit seien acht Jungen in der Jugendfeuerwehr, fünf weniger als im Vorjahr, erklärte der Jugendwart Frank Frohmüller. Auch in diesem Jahr wurden die Weihnachtsbäume eingesammelt, und die Jugendfeuerwehr beteilige sich wieder an der Jugendsammelwoche. Neben einigen Veranstaltungen stehen 2016 Rettungsschwimmkurse mit der DLRG für die Jugendlichen auf dem Programm, betonte Frohmüller.

Bürgermeister Thomas Groll wünschte sich mehr Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr. Er würdigte die Brandschutzfrüherziehung und die Leistungen der Einsatzabteilung und des Fördervereins der Feuerwehr. Die erwarteten vielen Fehlalarme aus der Erstaufnahmeeinrichtung seien ausgeblieben, betonte der Bürgermeister. Die Feuerwehr habe seit Mai keinen Einsatz mehr in der Erstaufnahmeeinrichtung gehabt. Groll, wie später auch der Stadtbrandinspektor Erhard Wölk, erinnerten an die harte Woche im August 2015. Da waren in Stadtallendorf die Zelte für die Notunterkünfte aufzubauen und dann zwei belastende Verkehrsunfälle mit Todesfolge.

„Sie haben alle Einsätze gut abgearbeitet, das liegt nicht zuletzt am guten Material“, lobte Wölk die Neustädter Wehr, und Bürgermeister Groll sagte dazu: „Die Feuerwehr muss gut ausgerüstet sein. Wir werden auch in Zukunft die nötigen Gelder bereit stellen.“ Gleichzeitig stellte er heraus, dass es in diesem Jahr zwei neue Fahrzeuge für die Neustädter Wehren gebe. Klaus-Peter Kuhn erklärte, dass der Förderverein für den neuen Gerätewagen 5 000 Euro zuschieße.

von Klaus Böttcher

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