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Wo sind die Davids?

Einwurf Wo sind die Davids?

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. So heißt es zumindest. Aber stimmt das wirklich?

Marburg. Hin und wieder schafft noch ein Amateurclub in der ersten Runde eine Überraschung, wenn den Fußball-Profis die Vorbereitung in den Knochen steckt. Es ist aber zur ganz großen Ausnahme geworden. Die Zeiten der Sensationen sind vorbei. David kämpft noch mit seiner kleinen Steinschleuder, Goliath trägt aber inzwischen eine starke Rüstung.

Kein Wunder also, dass die Sieger in den vergangenen 16 Jahren immer Bayern München, Borussia Dortmund, FC Schalke 04 oder Werder Bremen hießen. Also alles Mannschaften, die ohnehin in der Liga auch oben zu finden waren. Mit einer Ausnahme: Im Jahr 2006/07 holte der 1. FC Nürnberg den DFB-Pokal. Setzt sich die Serie fort, bleiben nur noch zwei Teams in der Titel-Verlosung: die Bayern und der BVB.

Droht also nicht nur in der Liga, sondern auch im Pokal die große Langeweile? Es wäre mal wieder an der Zeit für eine Überraschung. Ein Sieg der Eintracht gegen Borussia Dortmund wäre eine. Ein Sieg des HSV gegen den FC Bayern sogar eine noch größere.

Sieben der acht Viertelfinalisten spielen in der Bundesliga. Einziger Zweitligist ist der 1. FC Kaiserslautern - und der muss ausgerechnet bei Bayer Leverkusen ran. Dabei sind Vertreter aus dem Unterhaus doch das Salz in der Suppe im Pokalwettbewerb. Ein Halbfinale mit den Bayern, dem BVB, Leverkusen und Wolfsburg - das wäre zum Gähnen. Goliaths unter sich. Also: Daumen drücken für die Davids!

von Holger Schmidt

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