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Wie im Märchen!

Einwurf Wie im Märchen!

Erst Angelique Kerber im Tennis, dann die Handballer - es war ein traumhaftes Wochenende für den deutschen Sport. Beide Triumphe haben Gemeinsamkeiten: Die Protagonisten waren als Außenseiter in die jeweiligen Turniere gestartet. Und die Siege waren hochverdient.

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Marburg. Wer hätte Kerber nach all den Enttäuschungen bei Grand Slams in den vergangenen Jahren vor den Australian Open schon zugetraut, überhaupt in die zweite Woche zu kommen? Zumal sie in der ersten Runde gegen die unbekannte Japanerin Misaki Doi sogar einen Matchball abwehren musste. Wer hätte den deutschen Handballern nach der Auftaktniederlage gegen Spanien schon zugetraut, sich überhaupt durch die Hauptrunde der EM zu kämpfen? Zumal das Team von Verletzungen geplagt war.

Und dann das! Kerber spielte mit jedem Sieg selbstbewusster. Wer gedacht hatte, die Kampfansagen in Richtung Serena Williams vor dem Finale seien nur das Pfeifen im Walde, sah sich gründlich getäuscht. Kerber nahm das Herz in beide Hände. Jetzt ist sie in die Fußstapfen vonSteffi Graf getreten und selbst im Tennis-Adelsstand angekommen.

Die Handballer taten es Kerber gleich. Ein junges Team, für das die EM eigentlich noch zu früh kam. Ein klarer Fall von denkste! Torwart Andreas Wolff brachte die Spanier zur Verzweiflung, vorne wurden Kai Häfner und Co. für ihren Mut belohnt. Wie im Märchen!

von Holger Schmidt

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