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Einwurf Wettbewerb

Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender sind leer ausgegangen. Es war die zweite Pleite bei Sportgroßereignissen.

Marburg. Wie sich die deutschen Fußballer auf dem Weg zur EM anstellen, sieht der Fernsehzuschauer bei RTL. Die Olympischen Spiele überträgt künftig der Spartensender Eurosport. Da klingt ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky wie eine beleidigte Leberwurst, wenn er den Umfang der Berichterstattung infrage stellt. Es ist kein feiner Zug, die Angst der Sportverbände so zu schüren. Zumal ARD und ZDF durch die IOC-Entscheidung sogar mehr Geld zur Verfügung hätten, um Weltmeisterschaften - auch in Randsportarten - kompetent zu übertragen. Mehr Vielfalt im Programm würde ja auch nicht schaden. Der große Sport liefe dann frei empfangbar bei Eurosport, der kleine bei ARD und ZDF. Also umgekehrt zur jetzigen Situation. Das nennt sich übrigens Wettbewerb. Einen Freibrief für Großereignisse haben die gebührenfinanzierten Sender jedenfalls nicht.

von Holger Schmidt

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