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Wer einmal lügt...

Erik Zabel Wer einmal lügt...

Wäre Erik Zabel nicht Radsportler - oder sollte man besser sagen: Radrennfahrer - geworden, hätte ihm als Schauspieler sicherlich die Welt offengestanden.

Marburg. Seine tränenreiche „Beichte“ vor sechs Jahren jedenfalls wäre fast schon oscarreif gewesen. Diesmal aber hätten Zabel auch die besten Verstellungen nicht mehr weitergeholfen. Nach den Enthüllungen in Paris vor wenigen Wochen war klar, dass der einstmals beste Sprinter der Szene mit dem Rücken zur Wand stand. So blieb nur die Flucht nach vorn. Doch wieder kommt ziemlich sicher nur ein Teil der Wahrheit ans Licht, bleiben Strukturen und Hintermänner verborgen. 2007 hatte man dem heute 43-Jährigen noch wohlwollend ein gewisses Maß an Naivität zugutehalten wollen. Aber: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Damit muss Zabel leben. Ob er will oder nicht.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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