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Vorteil für die Kunstschützen

Einwurf Vorteil für die Kunstschützen

Es darf gesprüht werden in der Bundesliga. Na endlich! Bei der WM hatte das Freistoßspray seinen ersten großen Auftritt im Weltfußball.

Marburg. Anfangs wurden die Schiedsrichter noch etwas belächelt, wenn sie den Rasen - und manchmal auch die Schuhe der Spieler - mit dem weißen Schaum verzierten. Schnell war aber klar: So albern und unnötig ist das gar nicht. Zwar muss man mit Vorsicht genießen, was Heine Allemagne sagt. Denn der Brasilianer hat das Spray erfunden. Dem Manne ist also daran gelegen, es so gut wie möglich zu verkaufen - im doppelten Wortsinn.

Aber durch das Sprühen ist das Spiel tatsächlich schneller geworden. Allemagne will festgestellt haben, dass statt 48 Sekunden nur 20 vom Pfiff bis zur Ausführung des Freistoßes vergehen würden. Die Richtigkeit dieser Behauptung sei mal dahingestellt, wird in den nächsten Wochen aber sicher durch akribische Messungen diverser TV-Stationen überprüft werden.

Fest steht: Für die Schiedsrichter wird die Arbeit leichter. Ein Kringel um den Ball, eine Linie vor die Füße der Spieler. Das elende Gerangel um ein paar Zentimeter hat damit ein Ende, der Abstand wird gewahrt. Ein klarer Vorteil auch für die Kunstschützen. Und für die Zuschauer, die so das eine oder andere Tor mehr sehen werden.

von Holger Schmidt

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