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Unbesungener Held

Einwurf Unbesungener Held

Sportstars sind so populär wie sonst nur Musikgrößen und Hollywood-Schauspieler. Dass sich die Terroristen ein Fußballspiel (und ein Konzert) ausgesucht haben, um öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen, kommt also nicht von ungefähr.

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Marburg. Zumal es schon in der Vergangenheit Anschläge auf sportliche Großereignisse gab: Erinnert sei nur an die Geiselnahme bei den Olympischen Spielen 1972 in München oder an den Bombenanschlag auf den Boston-Marathon vor zwei Jahren.

Die mehr als 120 Toten von Paris sind schrecklich. Doch es hätte noch weit schlimmer kommen können. Gesichert scheint, dass zumindest ein Selbstmordattentäter ein Ticket für das Länderspiel hatte. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Täter wirklich ins Stadion gelangt wäre und sich auf der Tribüne - oder gar auf dem Spielfeld - in die Luft gesprengt hätte. Die Opferzahlen hätten wahrscheinlich um ein Vielfaches höher gelegen und zudem eine Massenpanik mit unabsehbaren Folgen ausgelöst.

Es ist gut, dass sich der Sport dem Terror nicht beugt und Zeichen setzt. Vergessen werden sollte dabei auf keinen Fall ein unbesungener Held: der Stadionordner, der die Sprengstoffweste entdeckte und den Attentäter abwies. Ohne ihn wäre das Ausmaß der Katastrophe noch größer geworden.

von Holger Schmidt

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