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Späte Anerkennung

Einwurf Späte Anerkennung

Wer ans deutsche Frauen-Tennis denkt, dem fallenaktuell vor allem zwei Namen ein: Sabine Lisicki und Andrea Petkovic.

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Marburg. Beide verstehen es prächtig, sich in der Öffentlichkeit zu vermarkten. Lisicki hatte ihren großen Auftritt vor drei Jahren mit dem Finaleinzug in Wimbledon. Danach kam nicht mehr viel. Der Stern von Petkovic ging 2011 auf, als sie bei drei Grand-Slam-Turnieren immerhin das Viertelfinale erreichte und schon zur legitimen Nachfolgerin von Steffi Graf auserkoren wurde. Der ganz große Durchbruch blieb der Darmstädterin jedoch verwehrt, auch wegen einer Vielzahl von Verletzungen. Und doch: Mit ihrer sympathischen Außendarstellung sind „Bum-Bum-Bine“ und „Petko“ die Gesichter des deutschen Tennis. Dabei ist Angelique Kerber seit Jahren die beständigste Deutsche auf der WTA-Tour und konstant in den Top Ten zu finden. Allerdings fehlt der zurückhaltenden Kielerin die Strahlkraft, was trotz je einer Halbfinalteilnahme in Wimbledon und bei den US Open auch an mangelnden Erfolgen bei großen Turnieren lag. Damit ist spätestens seit dem Finaleinzug in Melbourne Schluss. Kerber ist die Nummer eins im deutschen Frauen-Tennis - und zeigt es endlich. Spät, mit 28 Jahren, erhält sie die Anerkennung, die sie verdient.

von Holger Schmidt

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