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So geht Krise

Einwurf So geht Krise

Die Eintracht schien im neuen Jahr auf einem guten Weg: Erst das 3:2 gegen Wolfsburg, dann das 0:0 bei Europa-League-Teilnehmer Augsburg. Mit einem Sieg über Stuttgart wären die Frankfurter der gröbsten Abstiegssorgen in der Fußball-Bundesliga erst einmal ledig gewesen.

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Marburg. Doch die Eintracht wäre nicht die Eintracht, wenn sie es sich so leicht machen würde. Stattdessen verfielen die Adlerträger in alte Muster. Man munkelt, das Schnarchen der Abwehrspieler sei zumindest bei den ersten beiden Gegentoren noch in Offenbach zu hören gewesen. Immerhin bleibt vor dem Auswärtsspiel die Hoffnung, dass es nur ein Ausrutscher war. Von einer Krise sind die Frankfurter jedenfalls noch ein Stückchen entfernt.

Wie Krise richtig geht, zeigen zwei niedersächsische Vereine derzeit in beeindruckender Manier - wenngleich auch auf unterschiedlichem Niveau. Während der VfL Wolfsburg in der Champions League bald gegen Außenseiter KAA Gent ins Viertelfinale einziehen will, gelingt in der Meisterschaft fast nichts mehr. Die desolate 0:3-Niederlage auf Schalke war der vorläufige Tiefpunkt für das auswärtsschwächste Bundesliga-Team, das in puncto Erfolgsbilanz offenkundig Mutterkonzern VW nacheifert. Immerhin ist die Existenz in der Erstklassigkeit nicht gefährdet, während der zweite Krisenklub Hannover 96 den Klassenerhalt schon nur noch durch ein mittelschweres Fußballwunder erreichen kann. Da helfen auch keine Winterverpflichtungen und Neu-Trainer Thomas Schaaf. Die Spieler wirkten jedenfalls so, als hätten sie mit dem Kapitel Bundesliga schon abgeschlossen und würden sich auf einen Neuanfang freuen. Angesichts dieser Beispiele kann die Eintracht über den Ausrutscher froh sein - und hoffen, dass es nicht zur Gewohnheit wird.

von Holger Schmidt

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