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Schlag ins Gesicht

Einwurf Schlag ins Gesicht

Die Formel-1-Fahrer hatten klare Kante gezeigt und in einem offenen Brief die Missstände in der Rennsport-Königsklasse angeprangert. Ausgelöst wurde der Ärger durch den neuen Qualifikationsmodus. Demnach scheidet der langsamste Fahrer in einem bestimmten Zeitintervall aus.

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Marburg. In Australien wurde das Format erstmalig ausprobiert. Ergebnis: ein Reinfall. Was die Fahrer schon im Vorfeld befürchtet hatten, trat ein - statt mehr Spannung gab es gähnende Langeweile, am Ende des Qualifyings war kein Auto mehr auf der Strecke. „Der Entscheidungsprozess in dem Sport ist veraltet und schlecht strukturiert, so dass Fortschritte verhindert werden“, schrieben die Vorzeigepiloten um Sebastian Vettel.

Das hatte gesessen. Und da sich die Teamchefs schnell auf die Wiedereinführung des alten Qualifikationsformats geeinigt hatten, schien die Kritik zumindest in diesem Punkt auch auf fruchtbaren Boden gestoßen zu sein.

Doch weit gefehlt: Das Hin und Her geht munter weiter. Die Formel-1-Verantwortlichen ruderten zurück, auch in Bahrain wird nach Ausscheidungsmodus gefahren. Chefvermarkter Bernie Ecclestone hatte sich dafür stark gemacht. Mit seinen 85 Jahren darf man die Bezeichnung „veralteter Entscheidungsprozess“ getrost als Spitze auf Ecclestone verstehen. Das tat er wohl auch und reagierte damit, dass die Fahrer jetzt das umsetzen müssen, was sie nicht wollen. Für sie ist es ein Schlag ins Gesicht.

von Holger Schmidt

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