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Schalke hat jetzt das Problem

Einwurf Schalke hat jetzt das Problem

Vor vier Wochen war die Welt auf Schalke noch in Ordnung, über Dortmund hingen dunkle Wolken. Die Stimmungslage ist spätestens mit dem Derby gekippt.

Marburg. Gerade einmal einen Monat ist es her, da war Borussia Dortmund Tabellenletzter. Der Stuhl von Jürgen Klopp wackelte bedenklich. Zumindest war das die Einschätzung in fast allen Medien und die am häufigsten gestellte Frage lautete: Kann der BVB, kann Klopp Abstiegskampf? Die Vereinsführung der Borussia reagierte branchenunüblich mit stoischer Gelassenheit und stärkte den Trainer. „Wir werden Jürgen Klopp nie entlassen“, hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schon vor Rückrundenstart betont und er hielt Wort. Die Ruhe zahlt sich nun aus. Der Sieg im Derby war der vierte Bundesligasieg in Folge.

Der Wind hat sich gedreht. Das Problem haben nun die Schalker. Die Spielweise unter Roberto di Matteo ist wohlmeinend als minimalistisch zu bezeichnen. Objektiv ist sie destruktiv und unansehnlich. Das tolerieren selbst die eigenen Fans nur, wenn es wenigstens Siege bringt. Doch seit drei Ligaspielen bleiben die Ergebnisse aus.

Schalke und Dortmund trennen fünf Plätze und sieben Punkte. Noch. Denn das Derby war mehr als eine Momentaufnahme. Wer vor einem Monat eine Wette darauf abgeschlossen hätte, dass Schwarz-Gelb am Saisonende vor Königsblau steht, wäre nur milde belächelt und für ahnungslos befunden worden. Jetzt, die aktuelle Form beider Mannschaften berücksichtigend, würde wohl kaum jemand allzu viel auf Schalke setzen.

von Holger Schmidt

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