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Salz in der Suppe

Einwurf Salz in der Suppe

Die Höhepunkte im DFB-Pokal sind neben dem Finale in Berlin die Favoritenstürze. Damit es in Zukunft auch zwischen Davids und Goliaths spannend bleibt, ist aber eine Regeländerung nötig.

Marburg. Der DFB-Pokal bezieht seinen Reiz aus den Duellen der Kleinen gegen die Großen. Natürlich waren die Fußball-Schlachten zwischen Bayern München und Borussia Dortmund in den vergangenen Jahren spannend. Aber das Salz in der Suppe sind doch die Sensationen, zum Beispiel als David Vestenbergsgreuth seinerzeit Goliath München zu Fall brachte. In Zeiten der zunehmenden Professionalisierung nehmen die Chancen für solche Überraschungen allerdings ab. Dafür sorgen schon mit ihren Europacup-Millionen die Champions-League-Teilnehmer, denen Berechenbarkeit als hohes Gut gilt. Und das teuerste kickende Personal ist meist ein Garant für berechenbaren Erfolg. Der DFB-Pokal ist für diese Vereine nur ein Wettbewerb von geringerer Bedeutung. Darbende Zweit- und Drittligisten können jeden Euro dagegen gut gebrauchen. Deswegen wäre eine Regeländerung richtig und wichtig: Auch Zweitligisten sollten gegen Bundesligisten Heimrecht genießen. Die Spannung wäre jedenfalls größer, dürften Braunschweig und Kaiserslautern zu Hause gegen die Bayern bzw. gegen Leverkusen ran.

von Holger Schmidt

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