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Rücktritt war feige

Einwurf Rücktritt war feige

Lucien Favre war nach Medienberichten schon zu seiner Zeit bei Hertha BSC mehr als einmal mit Rücktrittsgesuchen an den Vorstand herangetreten. Nach Informationen des „kicker“ wollte der sensible und wankelmütige Schweizer auch schon in diesem Sommer bei Borussia Mönchengladbach aufhören. Hintergrund war immer die Transferpolitik.

Marburg. Tatsächlich hat es Favre nicht geschafft, die Abgänge von Max Kruse und Christoph Kramer aufzufangen. Neuzugang Josip Drmic wirkt wie ein Fremdkörper. Der Abwehr merkt man an, dass Roel Brouwers und Martin Stranzl in die Jahre gekommen sind und sich die jungen Talente zu viele Patzer leisten. Der Kader gibt eine erneute Champions-League-Qualifikation in dieser Saison vielleicht nicht her. Für den Abstiegskampf ist er jedoch definitiv zu gut. Favre muss sich ankreiden lassen, nicht das Beste herausgeholt und keine Antwort auf die Misere gefunden zu haben. Sein Rücktritt war trotzdem feige. Und ein Schlag ins Gesicht für alle Trainer, die sich in Krisenzeiten eine solche Rückendeckung wie in Gladbach wünschen würden.

von Holger Schmidt

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