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Riskante Liaison

Einwurf Riskante Liaison

Stefan Effenberg tauscht also die bayerische Schickeria gegen das konservative Erzbistum Paderborn, das Münchner Oktoberfest gegen das ostwestfälische Schützenfest. Kann das gutgehen?

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Marburg. Beide Seiten gehen ein Risiko mit dieser erstaunlichen Liaison ein. Der Bundesliga-Absteiger setzte mit seinen bescheidenen Mitteln bisher auf frische, innovative Trainer und war so das Sprungbrett für Roger Schmidt oder André Breitenreiter.

Der ehemalige Weltklassespieler Effenberg ist als Trainer auch frisch - aber bislang als TV-Experte selten durch messerscharfe Analysen als vielmehr durch boulevardeske Plattitüden aufgefallen. In einer schwierigen sportlichen Situation ist dem Zweitliga-Abstiegskandidaten, der in der öffentlichen Wahrnehmung nach seinem kurzen Oberhaus-Gastspiel wieder von der Bildfläche zu verschwinden droht, nun die mediale Aufmerksamkeit gewiss. Punkte bringt die aber nicht, und Punkte braucht der SC Paderborn dringend. Der „Tiger“ übrigens auch, der bei seiner ersten Trainerstation gleich beweisen muss, dass er am Seitenrand ähnliche Führungsqualitäten hat wie als Aktiver. Sonst verschwindet nicht nur Paderborn in der Versenkung, sondern auch die Trainerkarriere Effenbergs, der damit den Beispielen berühmter Vorgänger wie Lothar Matthäus oder Mario Basler folgen würde.

Kann das also gutgehen mit „Effe“ und Paderborn? Normalerweise nicht.

von Holger Schmidt

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