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Einwurf Pro 90 Minuten

Regeländerungen werden meistens mit großem Unbehagen beäugt. Dabei sollen diese Anpassungen eine Sportart spannender, fairer, attraktiver - in einem Wort: besser - machen.

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Marburg. In den meisten Fällen klappt das. Wer erinnert sich schon noch daran, dass man früher beim Volleyball nur bei eigenem Aufschlag punkten konnte? Dass es beim Tennis keinen Tiebreak gab? Dass Sätze beim Tischtennis bis 21 gingen? Ein großes Wehklagen gab es bei diesen Sportarten ob der Änderungen nicht. Die Regeln sind akzeptiert - und sie haben sicherlich mehr geholfen als geschadet.

Beim Fußball hingegen ist der Aufschrei der Empörung aus den Reihen der Traditionalisten immer besonders groß. Der Videobeweis ist ein Streitthema. Beim Confed Cup lieferte er drei Korrekturen (ein Tor für Portugal und ein Tor für Chile wurden zurecht wieder aberkannt, ein Treffer für Chile nachträglich zurecht gegeben) und hat sich bereits als Gewinn erweisen. Deswegen sollte man sich durchaus einmal mit den Vorschlägen der Regelhüter vom Ifab auseinandersetzen. So viel steht für mich aber fest: Die Einführung einer Nettospielzeit wie beim Eishockey oder Basketball macht den Fußball nicht besser. Mitten in eine Flanke oder in einen Torschuss hinein das Spiel zu beenden, weil die Zeit abgelaufen ist, passt nicht zum Fußball. Da braucht es das Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters. Und der hat ja jetzt schon die Möglichkeit, Zeitspiel zu ahnden und eine entsprechend lange Nachspielzeit dranzuhängen. Also: Pro 90 Minuten! Es dürfen auch gerne mal 97 oder 100 daraus werden.

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