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Plüsch-Aufstand

Einwurf Plüsch-Aufstand

Erwin sorgte beim 150. Revierderby für Furore. Nach dem Spiel zeigte das Schalker Maskottchen dem Schiedsrichter die Rote Karte - ein harmloser Spaß, den einige zu ernst nahmen.

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Spannung pur

Marburg. So ein Maskottchen soll ja gemeinhin für gute Laune sorgen. Der Schalker Plüschfigur Erwin ist das trefflich gelungen. Während die königsblauen Fans hin- und hergerissen waren, ob sie nun zufrieden mit dem 1:1 gegen den großen Rivalen aus Dortmund sein oder sich über einen nicht gegebenen Handelfmeter ärgern sollten, hob Erwin die Rote Karte auf, die Felix Zwayer auf dem Rasen verloren hatte - und zeigte sie dem Schiedsrichter. Klare Botschaft und noch dazu ein herrlicher Gag am 1. April. Eigentlich. Nur der Unparteiische spielte nicht mit und erwies sich als humorlose Spaßbremse. Wie auch seine mittlerweile als Experten fungierenden Ex-Kollegen, die absurderweise auch noch Konsequenzen für Erwin forderten.

Über Konsequenzen sollte eher Zwayer nachdenken. Schon zuvor war er als freudloser, unkommunikativer Vertreter seiner Zunft in Erscheinung getreten, als er den damaligen Leverkusener Trainer Roger Schmidt auf die Tribüne schickte, dieser sich weigerte und den Grund dafür wissen wollte. Statt einfach zu antworten, unterbrach Zwayer die Partie gegen Dortmund für mehrere Minuten.

Jetzt also der Erwin-Eklat. Dabei hatte das Maskottchen Recht. Zwayer hätte nicht nur beim Handspiel von Marc Bartra auf Elfmeter für Schalke entscheiden müssen, sondern bereits bei einem Foul vonSokratis an Guido Burgstaller. Der BVB-Verteidiger hatte den gegnerischen Stürmer mit seinem Arm an einem vernünftigen Torschuss gehindert. Geschickt, so dürften die Dortmunder das Abwehrverhalten werten. Aber eben regelwidrig. Und auf der Gegenseite fiel zu allem Überfluss das 1:0.

Zwei schwere Fehler also von Zwayer. Zwei solch schwere Fouls würden für einen Spieler Platzverweis bedeuten. Erwin lag mit Rot also richtig.

von Holger Schmidt

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