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Nur noch Fußball

Einwurf Nur noch Fußball

Handball, Volleyball, Eishockey - diese drei Sportarten gibt es in Hamburg nicht mehr erstklassig. Das ist auch dem Fußball geschuldet.

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Marburg. „Die Bedeutung des Fußballs ist zu groß geworden.“ Heribert Bruchhagen sagte das in einem „taz“-Interview. Der scheidende Eintracht-Boss führte die Leichtathletik als Beispiel für eine an den Rand gedrängte Sportart an. Er hätte auch Eishockey nennen und damit das Aus der Hamburg Freezers vorwegnehmen können. Nach den Handballern des HSV verliert die Stadt Hamburg damit bereits den zweiten Erstligisten. Rechnet man die Volleyballerinnen des VT Aurubis hinzu, sogar schon den dritten.

Selbst eine spektakuläre Rettungsaktion hat den amerikanischen Besitzer, die Anschutz Entertainment Group, nicht umstimmen können. Das Minusgeschäft mit den Freezers war zu groß. Womit zweierlei deutlich wird: zum einen die Gefahr, wenn sich ein Verein auf nur einen Hauptgeldgeber verlässt. Zum anderen, dass Bruchhagen richtig liegt. Wenn in der zweitgrößten Stadt Deutschlands nur Geld für die Fußballer des Hamburger SV und des FC St. Pauli da ist, kann etwas ganz gewaltig nicht stimmen.

von Holger Schmidt

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