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Noch ein Fass

Einwurf Noch ein Fass

Ein Wechsel im Management ist in der Fußball-Bundesliga immer eine heikle Angelegenheit. Ein Wechsel im Management des FC Schalke 04 ist über das normale Maß hinaus zusätzlich ein besonderes Schmankerl und recht amüsant - sofern man es nicht mit den "Königsblauen" hält jedenfalls.

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Marburg. Angesichts der holprigen Bundesliga-Vorstellungen und der anhaltenden Diskussionen um Trainer André Breitenreiter verliert Horst Heldt im Saisonendspurt die Nerven. Der entmachtete Noch-Manager sah sich ge­nötigt, ein weiteres Fass aufzumachen und seinen Nachfolger Christian Heidel anzu­gehen, der derzeit noch beim FSV Mainz 05 unter Vertrag steht. Dabei wäre es viel sinnvoller, endlich ein klärendes Gespräch mit Breitenreiter zu führen. Dann wüsste der Trainer selbst, woran er ist. Und die Mannschaft wüsste auch, ob Breitenreiter bleibt oder ob er gehen muss - wofür derzeit einiges spricht. So aber bewirkt Heldt das Gegenteil dessen, was er beabsichtigt, und bringt zusätzliche Unruhe rein.

Wie es richtig geht, kann sich Heldt übrigens bei einem Konkurrenten abschauen, der jahrzehntelang als Chaosklub galt. Seit aber Jörg Schmadtke die sportlichen Geschicke lenkt, ist aus dem Karnevalsverein 1.FC Köln ein grundsolider Bundesliga-Verein geworden. Heidels Aufgabe wird es sein, das Umfeld auf Schalke in die gleichen Bahnen zu lenken. Wie schwer das wird, dürfte er spätestens in den letzten Tagen gemerkt haben. Und vielleicht wird er seinen Wechsel inzwischen sogar schon bereut haben.

von Holger Schmidt

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