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Nicht alles ist schlecht

Einwurf Nicht alles ist schlecht

Wer Weltmeister ist und Brasilien im Halbfinale mit 7:1 abfertigt, der muss doch auch gegen Polen und Irland gewinnen - eine ganz einfache Logik. Ein bisschen zu einfach. Gerade weil Fußball auch Kopfsache ist.

Marburg. Viele Fans werden vor den EM-Qualifikationsspielen aber so gedacht haben. Viele Spieler vermutlich auch. Das führt dazu, dass eben nicht das letzte Prozent herausgekitzelt wird wie noch beim WM-Triumph vor ein paar Monaten gegen Argentinien. So etwas nutzt dann auch eine spielerisch limitierte Mannschaft wie Irland.

Deshalb ist aber nicht gleich alles schlecht. Spielerisch waren die beiden Quali-Auftritte durchaus passabel. Gleichwohl merkt man der DFB-Auswahl an, dass das Reservoir an Spielern von internationalem Topformat endlich ist. Lahm und Klose sind zurückgetreten, Schweinsteiger, Khedira und Reus fehlen - die Rüdigers, Ginters und Bellarabis bringen (noch?) nicht die gleiche Qualität auf den Rasen.

Trotzdem muss sich auch der Bundestrainer hinterfragen. Bei der WM hielt Joachim Löw lange stur an seinem Konzept mit „falschem Neuner“ und Philipp Lahm im Mittelfeld fest. Erst mit Lahm als Außenverteidiger und Miroslav Klose im Zentrum wurde das deutsche Spiel besser. Ein Spielertyp wie Klose hätte den Deutschen auch gegen Irland gut getan. So konnte sich der Außenseiter darauf konzentrieren, die Mitte dicht zu machen. Über die Flügel drohte ja keine Gefahr durch Flanken - Thomas Müller ist eben als Mittelstürmer verschenkt, Mario Götze auch. Hier muss Löw ansetzen. Dann kann es auch mal mit 99 Prozent gegen Irland reichen.

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