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Lieber Béla

Einwurf Lieber Béla

Der Fernsehzuschauer wird sich umgewöhnen müssen. Nicht mehr ARD oder ZDF, sondern RTL überträgt nach der WM in Brasilien die Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Marburg. Der Sender hat den Zuschlag für die Qualifikationsspiele zur EM 2016 und zur WM 2018 erhalten. „Als Außenseiter haben wir quasi in der Nachspielzeit des Finales um die Rechtevergabe genau im richtigen Moment den entscheidenden Pass gespielt. Tor, Abpfiff und Riesenjubel in der RTL-Kurve“, kommentierte Manfred Lopp, Sportchef des Privatsenders. Okay, diese blumige Sprache dürfte ein erster Fingerzeig dafür sein, was den Zuschauer erwartet. Viel Werbung zum Beispiel, man kennt das ja von der Formel 1 und vor allem vom Boxen.

Und die Übertragung? Wird Michael Buffer als Stadionsprecher eingesetzt („Toni ‚Steelhammer‘ Krrroooooos“)? Analysiert Niki Lauda messerscharf („Den Niederländern fehlte es an Antrieb“)? Fragt Kai Ebel als Kabinenluder knallhart nach („Heute lange Stollen oder kurze Noppen, Herr Schweinsteiger?“)? Und wer kommentiert überhaupt? Es könnte jedenfalls sein, dass sich selbst die Kritiker nach Béla Réthy, Olli Kahn und Co. sehnen werden...

von Holger Schmidt

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