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Keiner will hin

Einwurf Keiner will hin

Hätte man die Eindrücke des DFB-Pokals zugrunde gelegt, wären die Dortmunder wohl leicht favorisiert ins Borussen-Duell gegangen. Insbesondere der blutleere Auftritt der Mönchengladbacher beim Drittligisten Bielefeld nährte diese Einschätzung.

Marburg. Doch der Champions-League-Anwärter gab die passende Antwort und versöhnte sich mit seinen Fans. Platz vier dürfte den Gladbachern nicht mehr zu nehmen sein, wobei die Elf von Lucien Favre gegenüber den derzeit stark auftrumpfenden Leverkusenern sogar die bessere Karten im Kampf um den dritten Rang hat. Für die Dortmunder dagegen rückt der Europapokal in weite Ferne. Nach dem Zwischenspurt, der das ehemalige Schlusslicht dieser Saison nach oben katapultierte, scheint dem BVB im Endspurt nun die Luft auszugehen. Im DFB-Pokal führt der Weg nur über die Bayern, scheint also aussichtslos. Immerhin: Der siebte Platz, der aller Voraussicht auch für die Qualifikation zur Europa League reicht, ist nur vier Punkte entfernt.

Das Glück der Dortmunder ist, dass auch die Konkurrenten um Rang sieben in dieser Phase keine Bäume ausreißen. Die Frankfurter Eintracht gehört dazu. Die Niederlagen in Stuttgart und Köln und das Unentschieden gegen Hannover taten weh. In München war zwar kaum ein Sieg zu erwarten. Das ängstliche Auftreten beim ersatzgeschwächten Rekordmeister war aber völlig unverständlich.

So einfach wie in dieser Saison war die Qualifikation für Europa selten. Man hat allerdings den Eindruck: So richtig will da keiner hin.

von Holger Schmidt

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