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Keinen Bock?

Einwurf Keinen Bock?

Was ist bloß bei Inter Mailand los? Vor ziemlich genau einem Monat gewann das Team von Trainer Stefano Pioli zuletzt ein Spiel in der Serie A – und das eindrucksvoll: mit 7:1 gegen Atalanta Bergamo. Seitdem läuft’s nicht mehr, jüngst gab’s ein 1:2 bei Abstiegskandidat FC Crotone. Die Nerazzurri drohen das internationale Geschäft zu verpassen. Und scheinen sich nicht wirklich dagegen zu wehren.

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Die Qualifikation für die Champions League ist für Inter bei zwölf Punkten Rückstand auf den drittplatzierten SSC Neapel außer Reichweite. Und auf die Europa League scheint der auf Rang sieben abgerutschte Traditionsclub so gar keinen Bock zu haben. Schon gar nicht auf die Qualifikation, in die Platz fünf und wahrscheinlich auch Rang sechs geradewegs führen. Denn dort müssten die Mailänder schon Ende Juli ran – just dann, wenn sie eigentlich für viel Geld durch den fernen Osten touren wollen. Clubeigner Suning, ein chinesischer Einzelhandelsriese, plant ein riesiges Marketingevent mit den Inter-Stars in Nanjing.

An dieser Stelle stellt sich die Frage, ob die Spieler womöglich gar keinen Bock haben sollen. Lieber auf den Europacup verzichten als Partner und Kunden des Besitzers zu verprellen? Suning-Boss Zhang Jindong hat jedenfalls angedeutet, dass ihm eine Absage der Asien-Reise gar nicht gefallen würde. Hofft er deshalb gar auf Niederlagen – sogar an diesem Samstag im Stadtderby gegen den AC Mailand? Nicht auszuschließen.

Welche Erkenntnis ziehen wir daraus? Die deutsche „50+1“-Regelung, durch die Vereine nicht so einfach von Investoren übernommen werden können, hat durchaus ihren Sinn!

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Von Redakteur Stefan Weisbrod